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Zoll gelingt Schlag gegen internationalen Welpenschmuggel

4. Januar 2018
Eine Zollkontrolle führte zum Schlag gegen den internationalen Welpenschmuggel. Symbolfoto: Archiv
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Braunschweig. Manchmal beginnt das Jahr mit einer guten Nachricht: Wie das Hauptzollamt Braunschweig mitteilt, führte eine Zollkontrolle auf der Autobahn 7 nahe Northeim zu einem Schlag gegen illegale Hundezüchter und Welpenschmuggler in Schweden.

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Bereits im September 2017 kontrollierte der Zoll laut eigenen Angaben auf der Autobahn 7 nahe Northeim ein rumänisches Fahrzeug. Dabei hatte der Zoll auch vier tierische Passagiere in dem Fahrzeug entdeckt, nach deren Anblick die Beamten sofort das Veterinäramt des Landkreises Northeim einschalteten: Zum einen befanden sich die Hündin und ihre drei Welpen in bemitleidenswertem Zustand und zum anderen bestand der Verdacht, dass es sich um Hunde handelt, die der Gesetzgeber als gefährlich einstuft.

Zunächst keine Handhabe gegen Tiertransport

Doch zunächst habe es laut Angaben des Zolls keine Handhabe gegen diesen Tiertransport gegeben. Eine Untersuchung ergab, dass die Hunde reisefähig waren und da sie nicht in der Bundesrepublik bleiben, sondern nach Schweden transportiert werden sollten, entfielen Maßnahmen nach dem Gesetz zur Beschränkung des Verbringens oder der Einfuhr gefährlicher Hunde in das Inland (Hundeverbringungs- und -einfuhrbeschränkungsgesetz – HundVerbrEinfG). Die Beamten mussten trotz ungutem Gefühl die ungleiche Reisegruppe ziehen lassen.

Der Hund ist ein wichtiger Freund und Helfer für den Zoll. Symbolbild: ZOLL

Illegale Zuchtanlage aufgedeckt

Dennoch erging ein Hinweis an die schwedischen Behörden, sich am Zielort nach dem Zustand der Hunde zu vergewissern. Dort fand das zuständige Veterinäramt dann aber nicht nur die vier Hunde aus der Zollkontrolle, sondern eine illegale Zuchtanlage mit insgesamt zehn erwachsenen Hunden und ihren Welpen. Alle Tiere waren aus Rumänien eingeführt und bis zum geplanten Weiterverkauf in Schweden unter stark tierschutzwidrigen Umständen gehalten worden. Einige der Tiere waren laut Angaben der Behörden bereits verkauft worden.

Daraufhin haben die schwedischen Behörden die erforderlichen Maßnahmen gegen die Hundeschmuggler und für die Tiere ergriffen. Insofern hat die Zollkontrolle den vier Hunden am Ende doch geholfen.

„Hunde sind echte Freunde für den Zoll“

Andreas Löhde, Pressesprecher vom Hauptzollamt Braunschweig, meint zu dem Fall: „Schon im September habe ich mich gefragt, was denn nun aus diesen kleinen Hunden werden mag. Als ich nun die Nachricht aus Schweden erhalten habe, habe ich mich wahnsinnig gefreut: über die gute Zusammenarbeit hier mit dem Veterinäramt, über die gute Zusammenarbeit in der Europäischen Union und vor allem für die Hunde. Denn durch unsere tägliche Arbeit mit den Tieren, sind Hunde echte Freunde auf vier Pfoten für den Zoll“.

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