Zahl der Ausländer steigt kontinuierlich an

6. Dezember 2018
Symbolbild: pixabay
Gifhorn. Wie der Landkreis bekannt gibt, ist die Zahl der im Landkreis lebenden ausländischen Mitbürger von 11.786 auf inzwischen 11.821 Personen gestiegen. Hierin werden neue 32 Asylbewerber für den November gezählt. Seit dem 1. Januar wurden dem Landkreis 606 Asylbewerber zugewiesen.

Insgesamt leben aktuell im Landkreis 1.302 Menschen, die Anspruch auf Leistungen des Asylbewerberleistungsgesetz. Davon befinden sich 865 Personen im laufenden Asylverfahren, 436 Personen sind vollziehbar zur Ausreise verpflichtet und verfügen über eine Duldung. Zwei Personen verfügen über eine humanitäre Aufenthaltserlaubnis und sind anspruchsberechtigt nach dem Asylbewerberleistungsgesetz.

Neue Aufnahmequoten werden besprochen

Dem Landkreis Gifhorn werden bis zum 31. Dezember 2019 aufgrund einer neuen Landesquote insgesamt 348 Flüchtlinge zugewiesen. Zurzeit werden mit der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen Gespräche hinsichtlich der monatlichen Anzahl von Flüchtlingen im Rahmen der neuen Quote geführt. Am 13. November hat der Landkreis Gifhorn die bisherige Quote komplett erfüllt.

Im Dezember werden dem Landkreis Gifhorn bereits Flüchtlinge im Rahmen der neuen Quote zugewiesen. Nach Auskunft der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen werden dem Landkreis Gifhorn im Dezember 30 Personen und im Januar 40 Personen zugewiesen. Durch diese Zuweisungen reduziert sich die Aufnahmequote auf 278 Personen. Ab Februar 2019 sollen daher rund 20 Personen monatlich aufgenommen werden. Die genaue Anzahl der monatlichen Zuweisungen wird noch geklärt.

Aktuell steht die Zusammensetzung der Flüchtlinge im Rahmen der Zuweisungen für den Monat Dezember noch nicht fest. In der Regel erhält der Landkreis Gifhorn etwa sieben Tage vor den Zuweisungen eine detaillierte Auskunft der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen.

Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften oder in eigenen Wohnungen

Bei der Unterbringung sei die Aufteilung laut Landkreis bei einem Drittel in Gemeinschaftsunterkünften und bei zwei Dritteln in dezentralen Wohnungen, die vom Landkreis angemietet wurden. ie Plätze in Gemeinschaftsunterkünften werden vorrangig genutzt, um Neuankömmlinge unterzubringen.

Das Modell der dezentralen Unterbringung, also einer Unterbringung in örtlich verteilten Wohnungen, statt in zentralen Gemeinschaftsunterkünften, bietet die Chance für Kontakte in die Nachbarschaft und kann die Integration erleichtern. In Gemeinschaftsunterkünften können Integrationsangebote unkomplizierter organisiert werden, da die Wohnortnähe eine Teilnahme erleichtert und eine Betreuung durch Haupt- und Ehrenamtliche erfolgt.

Im Landkreis Gifhorn ist freier und bezahlbarer Wohnraum, im Speziellen für Menschen mit geringem Einkommen, in manchen Teilen knapp. Daher liegt die wichtige Aufgabe für den Landkreis in der Anmietung von dezentralem Wohnraum. Bei den monatlichen Zuweisungen werden die Flüchtlinge auf der Grundlage des vorhandenen Unterbringungskonzeptes entsprechend der freien Kapazitäten in den Unterkünften oder in dezentralen Wohnungen untergebracht.

Darüber hinaus wird vorbehaltlich des Beschlusses des Kreistages am 14.12.2018 in 2019 ein Projekt des Landkreises Gifhorn zur Unterstützung anerkannter Flüchtlinge beginnen. Ziel ist es, durch eine soziale Betreuung und Begleitung von bedürftigen, anerkannten Geflüchteten, die Lücke von der Inanspruchnahme der Leistungen des Asylbewerberleistungsgesetz bis hin zu den Leistungen nach SGB II/SGB XII und der Wohnraumsicherung zu schließen. Das Projekt soll anerkannten Flüchtlingen helfen, schneller eigene Wohnungen zu finden.

Die Ausreisen umfassen Abschiebungen aus nationalen Asylverfahren, Dublin-Überstellungen und freiwillige Ausreisen. In 2018 haben bis Ende November insgesamt 87 Personen aus dem Landkreis Gifhorn Deutschland wieder verlassen (17 Abschiebungen, 54 freiwillige Ausreisen, 16 Dublin-Überstellungen).

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