Wenn Frauen zur Ware werden

20. Februar 2019
Symbolfoto: Pixabay
Gifhorn. Sie seien beeindruckend, die Fotos, die Fotografin Bettina Flitner von Freiern und Prostituierten machte und die nun im Rahmen der Veranstaltung „Wenn Frauen zur Ware werden“ am 28. Februar um 19 Uhr im Rittersaal des Gifhorner Schlosses zu sehen sind, so der Landkreis Gifhorn in einer Pressemitteilung.

Die Fotografin Bettina Flitner habe zehn Tage in dem Stuttgarter Großbordell „Paradise“ verbracht und fragte die Kunden des Hauses: “Warum sind Sie hier?“ Sie portraitierte die Männer auf den Bordellbetten. Ein Jahr später, im Jahr 2014, habe sie Frauen auf dem „längsten Straßenstrich Europas“ entlang des deutsch-tschechischen Grenzstreifens gefragt: „Wovon träumen Sie?“ und portraitierte die Frauen an ihren Arbeitsplätzen. 20 Plakate seien daraus entstanden, die einen sehr intimen und zugleich öffentlichen Blick auf ein Thema werfen, von dem alle wissen, aber über das niemand gern spreche. Ein Blick in eine deutsche „Schmuddelecke“, in der Milliarden Euro jährlich umgesetzt werden.

Einblicke durch Experten

Zugleich werde mit der Veranstaltung ein Blick ins Rotlichtmilieu geworfen und sich den Fragen gewidmet, wie die Situation der Mädchen und Frauen in den Rekrutierungsländern sei, wie die Anwerbungs- und Schleusungsmethoden sowie die Ausbeutung der Sexsklavinnen in den bundesdeutschen Rotlichtmilieus seien, was diese Frauen hier in Deutschland erwarte, wie es ihnen hier gehe und was getan werden müsse, um hier einen Stopp zu setzen.

Mit dabei sei der Experte in Sachen Rotmilieus, EKHK Manfred Paulus, Mainz, der auf die Freiheiten und die(Kriminalitäts-) Entwicklung in den bundesdeutschen Rotlichtmilieus eingehe. Anschließend würden Manfred Paulus, Frank Bauerfeld, Polizeiinspektion Gifhorn, Luca Lehmann, Solwodi, Braunschweig und Gabriele Pöllet, SoDiStra Gifhorn über die Situation der Frauen speziell im Landkreis Gifhorn diskutieren. Die Runde werde moderiert von Bastian Till Nowak, Stadtmagazin KURT und Radio KURT.fm.

Frauen und Männer seien zum Vortrag eingeladen. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen sind erhältlich über die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Gifhorn , Tel: 05371-82-386, E-Mail: gleichstellungsbeauftragte@gifhorn.de.

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