Wabe bei Rautheim erfolgreich renaturiert

5. August 2019
Die Renaturierungsarbeiten an der Wabe bei Rautheim sind abgeschlossen. Foto: Rober Braumann
Braunschweig. Die Wabe im Bereich Rautheim ist seit Ende 2018 renaturiert. Das hat Oberbürgermeister Ulrich Markurth zum Anlass genommen, sich über das Projekt zu informieren. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung Umweltschutz erläuterten die Renaturierung vor Ort. Die Stadt Braunschweig berichtet hierzu in einer Pressemitteilung.

Das Wabebett floss zuvor stark begradigt an der südlichen Stadtgrenze entlang. Nun wurde der Gewässerlauf neu ausgerichtet und Totholz und Kies als Strukturelemente in den neu angelegten Bachlauf eingebracht sowie Querungsbauwerke errichtet. Durch die 2016 begonnene Renaturierung sind viele neue Lebensräume für verschiedene Tiere geschaffen worden. Links und rechts des Bachlaufs wurden Äcker in extensive Grünlandflächen umgewandelt. Es gibt jetzt einige Stillgewässer sowie begleitende Pflanzungen.

In den nächsten Jahren wird der neue Bewuchs aufgehen, Gewässer und Aue werden sich eigendynamisch entwickeln. Rinder der örtlichen Landwirtschaft sollen die Grünflächen beweiden und damit pflegen und erhalten. Hier an der Wabe werden zum Beispiel die Grüne Flussjungfer, eine Libellenart, oder Köcherfliegenlarven, aber auch viele Fischarten wie etwa die besonders geschützten Groppen und Bachforellen erwartet. Für Eisvogel und Uferschnepfe soll der renaturierte Bereich ebenfalls eine neue Heimat bieten.

Renaturierung gegen Hochwasser

„Seit Jahren tut die Stadt viel in Sachen Renaturierung. Das ist gut für die Natur in unserer Stadt und hilft beim Hochwasserschutz“, sagt Oberbürgermeister Ulrich Markurth. „Unter anderem ist auch die Schunter-Renaturierung in vollem Gange. Dafür nutzen wir Fördermittel. Zum Teil handelt es sich jedoch auch um Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, die etwa für Wohnbauprojekte vorgeschrieben sind. Hier an der Wabe haben wir Ausgleichsmaßnahmen und Förderungen zusammengefasst, um dieses große Projekt zu ermöglichen.“

Das Niedersächsische Fließgewässerschutzprogramm, die Wasserrahmenrichtlinie und der „Gewässerentwicklungsplan Wabe“ gaben den Rahmen für die Umgestaltung der Wabe vor. Verschiedene Ausgleichsmaßnahmen für Bebauungspläne und Kompensationsflächen für die A 39 wurden auf städtischen Flächen sinnvoll zu einem großen Projekt zusammengefasst.

Die Kosten für dieses Großprojekt lagen bei circa 1,7 Millionen Euro. Die Länge des renaturierten Abschnitts beträgt rund 4 Kilometer, wobei eine Fläche von etwa 5 Hektar Gewässerkorridor direkt umgestaltet und insgesamt 60 Hektar Auenbereich hergerichtet wurden

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