Vortrag: Jäger und Sammler im östlichen Niedersachsen

20. Dezember 2018
Symbolfoto: Pixabay
Gifhorn. Am Dienstag, 12. Februar 2019, folgt ein weiterer Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Archäologie im Landkreis Gifhorn und Umgebung". Darüber informiert der Landkreis Gifhorn in einer Pressemitteilung. Ab 19 Uhr berichtet der Archäologe Dr. Stephan Veil im Historischen Museum Schloss Gifhorn über die früheste Geschichte Niedersachsens zwischen etwa 300.000 und 5.000 v. Chr.

Dr. Stephan Veil war bis Juli 2018 Oberkustos am Niedersächsischen Landesmuseum in Hannover. Dort kuratierte er die Sammlung prähistorischer Altertümer und war u.a. für international bedeutsame Ausgrabungen verantwortlich. Die Veranstaltung wird von der Kreisarchäologie Gifhorn, den Museen des Landkreises und der Archäologie-AG des Museums- und Heimatvereins Gifhorn gemeinsam organisiert. Der Eintritt ist frei.

Infos zur Veranstaltung

„Die Menschen der Altsteinzeit mussten als Jäger, Sammler und Fischer mit teilweise extremen Klima- und Landschaftsveränderungen klarkommen. Zu den bedeutsamsten Funden dieser Zeit zählen unter anderem die weltweit ältesten Holzwaffen aus dem Braunkohletagebau Schöningen. Sie zeigen, wie erfolgreich sich schon die frühen Neandertaler an das Leben in einer tundrenähnlichen Klimazone angepasst hatten. Etwa 200.000 Jahre später treffen wir auf Spuren ihrer Nachfahren an einem ehemaligen See bei Lehringen unweit von Verden an der Aller während einer ähnlich warmen Periode wie heute. Der Fund eines Elefantenskeletts mit noch darin steckender Holzlanze ist ein einmaliger Beleg für die Großwildjagd in dieser frühen Zeit. Auch während der folgenden letzten Eiszeit bis zum ersten großen Kälteeinbruch vor 50.000 Jahren können hochspezialisierte Neandertaler ihr Auskommen finden.

Am Ende der letzten Eiszeit vor rund 14.700 Jahren breiten sich wieder Wälder und Tiere nach Norden aus und mit ihnen Menschen unserer Art. Die Zahl der Lagerplätze nimmt stetig zu. Aus dieser Zeit stammen die ältesten Kunstwerke der norddeutschen Tiefebene. Mit der Einwanderung von Bauern mit festen Häusern, Vieh und Ackerbau aus dem Süden vor etwa 7500 Jahren verändern sich schließlich die Jägerkulturen, bis sie schließlich ganz verschwinden“, schreibt der Landkreis in der Pressemitteilung.

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