Südkreis Gifhorn: Neue Projekte für die Region

30. August 2019
Um weitere Fördermittel in die Region zu holen, hat die Lenkungsgruppe per Beschluss vier neue Projekte in das Konzept aufgenommen. Symbolfoto: Pixabay
Gifhorn. Vergangenen Montag tagte die Lenkungsgruppe der Integrierten Ländlichen Entwicklungsregion (ILE-Region) Südkreis Gifhorn im Rathaus der Stadt Gifhorn und tauschte sich insbesondere zu neuen Projekten für die Region aus. Darüber informiert das Regionalmanagement der ILE-Region Südkreis Gifhorn.

Um weitere Fördermittel in die Region zu holen, habe die Lenkungsgruppe per Beschluss vier neue Projekte in das integrierte ländliche Entwicklungskonzept (ILEK) aufgenommen. Drei der Projekte habe die Stadt Gifhorn eingebracht: In Gamsen soll der Rastplatz „Zur Schönen Aussicht“ entstehen. Er werde Radfahrern, Wanderern und Spaziergängern, aber natürlich auch der örtlichen Bevölkerung, als Kommunikationsort dienen. Ein offener Unterstand samt Grillmöglichkeit, Bänken und Tischen sowie Sport- und Spielgeräten laden zum Verweilen ein. Informationstafeln weisen den Weg zu nahgelegenen Rad- und Wanderwegen und den Einkaufs- und Einkehrmöglichkeiten sowie Sehenswürdigkeiten in der Umgebung. Die Besonderheit werde der schöne Blick auf die Iseauen sein. In Kästorf soll das Waldgebiet namens „Schweineweide“ durch einen Wald- und Erlebnispfad erlebbar werden. Das Wäldchen werde behutsam durch einen aufgeständerten, auch bei feuchter Witterung sicher begehbaren Bohlenweg erschlossen. Wegbegleitend werde durch Informationstafeln Wissen zu vorkommender Flora und Fauna vermittelt. Für die benachbart liegende Grundschule mit Hort werde der begehbare Wald die Unterrichtsgestaltung bereichern.

Drei Projekte der Stadt, ein Projekt vom Verein

Das dritte Projekt der Stadt sei der „Ausbau des landwirtschaftlichen Haupterschließungsweges zwischen Gamsen und Neudorf-Platendorf“ über die Platendorfer Straße, den Platendorfer Scheidegraben und den Gamser Weg. Hier habe die Gemeinde Sassenburg vorgelegt und den Gamser Weg auf ihrem Gebiet bereits ausgebaut. Die Stadt Gifhorn möchte nachziehen und rund 1.300 Meter Wegstrecke ertüchtigen. Der Weg sei sowohl für das landwirtschaftliche als auch für das Freizeitwegenetz von Bedeutung: Hier verlaufe der erst letztes Jahr ausgeschilderte Themenradweg „Geschichte im Dragen“. Zudem stelle der Weg für Radfahrer und Fußgänger die direkte Verbindung zum Großen Moor mit seiner Moorbahn und dem zukünftigen Moormuseum dar. Das vierte ins ILEK aufgenommene Projekt liege ebenfalls im Gifhorner Stadtgebiet, komme aber von einem Verein: Der Golfclub Gifhorn möchte mit dem Projekt „Golf in Gifhorn: Wenn nicht hier, wo sonst?“ die Attraktivität seines Clubs erhöhen und den Trend des Golftourismus bedienen. Idee sei, ein für jedermann bespielbares öffentliches Übungsareal zu schaffen und so die Freizeitinfrastruktur in der Region aufzuwerten.

Umsetzung ab Frühjahr 2020

„Wir wollen im September Förderanträge stellen, um Mittel für die Projekte einzuwerben“, so Claudia Coling, Fördermanagerin der Stadt Gifhorn: „Wenn alles gut geht, bekommen wir im Frühjahr 2020 vom Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Braunschweig die Fördermittel zugesprochen und können dann an die Umsetzung gehen.“ So, wie bei den Anfang diesen Jahres bewilligten Projekten. Sie werden gerade Realität: Das „Multifunktionsspielfeld“ in Neubokel und der „Themenwanderweg Auf den Spuren von Hermann Löns“ in Winkel, beides Projekte der Stadt Gifhorn, seien im Aufbau. Der landwirtschaftliche Weg zwischen Triangel und Neuhaus, ein Projekt der Gemeinde Sassenburg, sei bereits fertig gestellt und befahrbar. Auch die Bewilligung für das „Freiland- Moormuseum“ im Großen Moor sei endlich erteilt. So könne der Förderverein Großes Moor e.V. die historischen Exponate für die Ausstellung sichern und die Beschilderung des Freiluft- Ausstellungsgeländes in Angriff nehmen.

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