St. Matthäus‘ Glocken erklingen in der Ukraine

20. Juni 2019
Der Turm der profanierten Kirche Salzgitter-Lebenstedt. Foto: Glockenbörse GbR
Salzgitter. Im September 2016 wurde die ev.-luth. Kirche St. Matthäus in Salzgitter-Lebenstedt profaniert. Seitdem konnten die allermeisten Ausstattungsstücke der Kirche eine weitere Verwendung finden. Einzig sind bis heute noch die Glocken im Turm verblieben. Über Ihren Verbleib berichtet die Glockenbörse GbR, welche die Glocken weitervermittelte, in einer Pressemitteilung.

Im September 2016 wurde die ev.-luth. Kirche St. Matthäus in Salzgitter-Lebenstedt profaniert. Seitdem konnten die allermeisten Ausstattungsstücke der Kirche eine weitere Verwendung finden. Einzig sind bis heute noch die Glocken im Turm verblieben. Für die schweren Instrumente konnte durch die Vermittlung der Glockenbörse GbR – Internationaler Fachhandel für gebrauchte Kirchenglocken – nun eine weitere liturgische Verwendung gefunden werden. Die drei äußerst klangvollen Glocken wurden im Jahre 1967 für die Matthäuskirche gegossen und wiegen 1200, 760 und 430 Kilogramm. Zusammen mit allen Armaturen und der gesamten Läutetechnik werden die Glocken am 26. Juni gegen 13:30 Uhr mittels eines Autokrans aus dem Turm der Matthäuskirche gehoben und anschließend verladen.

Weitere Glocken aus dem Land wandern nach Osten

Die Glocken werden zukünftig in der orthodoxen Klosterkirche der Fürsprache der Heiligsten Mutter Gottes in der westukrainischen Stadt Tjatschiw erklingen. Zur Abholung wird aus der Ukraine Archimandrit Benedikt Khromej anreisen, um die Glocken stellvertretend entgegenzunehmen. Dies werden allerdings nicht die einzigen niedersächsischen Glocken sein, die zukünftig in der Ukraine läuten. Nur einen Tag später wiederholt sich eine weitere Glockendemontage in Osnabrück. Archimandrit Benedikt Khromej wird dann ebenfalls auf Vermittlung und Projektdurchführung der Glockenbörse GbR ein noch erheblich größeres Geläut für die eigene Gemeinde in Empfang nehmen, die größte Glocke hier mit einem Gewicht von 2,5 Tonnen. Insgesamt werden damit etwa 10 Tonnen Glockenmasse aus Salzgitter und Osnabrück demnächst in der Ukraine erklingen und die Menschen zum Gottesdienst rufen. Aus Salzgitter läutet bereits seit dem letzten Jahr eine nicht mehr benötigte Glocke aus der Stiftskirche in Steterburg im Heimatkloster von Archimandrit Benedikt Khromej.

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