Renovierungsarbeiten an der St. Petrus Kirche starten demnächst

5. Juni 2019 von
Christiane Kreiß und Matthias Eggers zeigen den Standort des Taufbrunnens. Fotos, sofern nicht anders angegeben: Julia Seidel
Wolfenbüttel. In der St. Petrus Kirche in Wolfenbüttel stehen in der nächsten Zeit einige Erneuerungen an. Nachdem die letzte Renovierung nunmehr 30 Jahre her ist, muss nun unter anderem der Putz erneuert werden. Außerdem soll die Kirche einen neuen Taufbrunnen und eine neue Sakristei erhalten.

Die St. Petrus-Kirche in Wolfenbüttel ist die größte katholische Kirche im Landkreis zu der zirka 8.100 Katholiken gehören. „Es ist nötig, die Kirche an die Anforderungen eines modernen Gottesdienstes anzupassen“, berichtet Kirchenortsratsvorsitzende Christiane Kreiß. Dazu würden auch eine moderne Beleuchtung sowie Lautsprecheranlagen gehören. „In erster Linie ist es aber wichtig, dass die Kirche renoviert wird. Wir hatten einen Wasserschaden an der Decke und der Putz muss zu einem Drittel komplett abgeschlagen werden“, erklärt Pfarrer Matthias Eggers. 

Die Folgen des Wasserschadens sind unübersehbar.

Eine Besonderheit im Bistum

So könnte der Brunnen im Kirchraum aussehen. Foto: k+a architekten

Im Zuge der notwendigen Renovierung strebt die Gemeinde noch eine weitere Veränderung im Inneren der Kirche an. Um die Bedeutung der Taufe und des Täuflings hervorzuheben, soll ein Taufbrunnen im vorderen Drittel der Kirche errichtet werden. Bereits vor sechs Jahren entstand die Idee, die Taufe ebenso groß zu feiern, wie zum Beispiel eine Priesterweihe. Die Taufe sei nicht weniger wichtig, so Eggers. Die Besonderheit dabei: Der Täufling kann komplett in den Brunnen steigen. „Das ist etwas ganz Besonderes, was es bei uns so eigentlich nicht gibt. Die letzten 100 Jahre wurde die Taufe so nicht praktiziert“, so Kreiß. Die St. Petrus Kirche wird die erste katholische Kirche im Bistum Hildesheim, die einen solchen Brunnen besitzt. Komplett mit seiner alten Kleidung, jedoch ohne Schuhe, steigt der Täufling dabei ins Becken und erhebt sich danach aus dem Becken. Damit erhebt er sich symbolisch in das „neue Leben“ in der Kirchengemeinde und bekommt sein Taufgewand. 

Hier soll der Anbau der neuen Sakristei erfolgen.

Umziehen soll sich der Täufling demnächst in der Sakristei, die ebenfalls neu errichtet werden soll. Bereits vor einigen Jahren war ein Neubau geplant, das Fundament sogar schon gegossen. Das Projekt wurde jedoch nie angegangen. Dies solle nun nachgeholt werden. Die neue Sakristei wird auf der Nordseite errichtet und soll den dringend benötigten Platz bieten. Darüber hinaus soll ein weiterer Eingang geschaffen werden, der auch als Notausgang benutzt werden kann. Zugang sowie Toiletten werden hier barrierefrei errichtet. Anzumerken ist, dass die Sakristei einen Neubau darstellt, der nicht direkt an die denkmalgeschützte Kirche gebaut wird, sondern mittels eines Glasganges ins Innere der Kirche führt. 

Baustellengottesdienste geplant

900.000 Euro betragen die zur Zeit kalkulierten Kosten. Diese werden durch das Bistum Hildesheim und das Bonifatiuswerk unterstützt und auch die Kirche selbst trägt mit ihrem Haushalt und den Rücklagen dazu bei. Darüber hinaus seien jedoch immer noch 225.000 Euro notwendig, die die Pfarrei noch aufbringen müsse. Alleine die Kosten für den Taufbrunnen belaufen sich auf rund 40.000 Euro. Hierzu hat die Pfarrei in der vergangenen Woche in einem Brief, der an alle Mitglieder der Kirche ging, zu einem Fundraising aufgerufen. 

Der Bau der Sakristei soll zeitnah beginnen. Sobald die Renovierungsarbeiten in der Kirche selbst beginnen, müsse die Kirche für ein halbes Jahr geschlossen werden. Wo die Gottesdienste dann abgehalten werden ist noch nicht bekannt. „Es wird aber sicherlich mal den ein oder anderen Baustellengottesdienst geben“, so Kreiß. Unterstützt werden die Renovierungsarbeiten von einem bunten Programm an Veranstaltungen. Die erste startet am 15. Juni um 18 Uhr.

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