Radschnellweg zwischen Gifhorn und Wolfsburg gefordert

1. November 2018
Neuer Anlauf für Radschnellweg: Diesmal soll es von Gifhorn nach Wolfsburg gehen. Symbolfoto: pixabay
Region. Im vergangenen Jahr scheiterte die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Kreistag mit ihrem Antrag, einen Radschnellweg zwischen Gifhorn und Braunschweig zu bauen. Nun gibt es einen neuen Anlauf. Allerdings soll nun eine Verbindung zwischen Gifhorn und Wolfsburg entstehen. Ein entsprechender Antrag wird dem Ausschuss für Verkehr, ÖPNV und Straßenbau am 12. November vorgelegt.

Die Kreisverwaltung soll demnach in Kooperation mit den Städten Gifhorn und Wolfsburg und der Samtgemeinde Isenbüttel ein Konzept für einen Radschnellweg zwischen Gifhorn und Wolfsburg erarbeiten, so dass gemeinsam beim Regionalverband der Antrag gestellt werden könne, die Voraussetzungen für die Radschnellverbindung herzustellen. Dafür sollen – soweit es möglich ist – Fördermittel generiert werden. Diese Fördermittel ständen auf Landes- und Bundesebene noch zur Verfügung, auch die bei der Förderung aus Bundesmitteln vorgegebene Mindestlänge von zehn Kilometern für Radschnellwege werde hier weit überschritten.

Radschnellwege stellten für Pendlerinnen und Pendler eine umweltfreundliche und kostengünstige Alternative zum Auto dar. Der Anteil derjenigen, die längere Wege zwischen ihrem Wohnort und dem Arbeits- und Ausbildungsplatz zurücklegen und dabei vom Auto auf E-Bike oder auf Pedelecs umsteigen, wachse stetig. Die Nutzung des Fahrrades als alltägliches Verkehrsmittel werde immer selbstverständlicher, nicht zuletzt auch auf Grund der technischen Weiterentwicklung der Zweiräder.

K 114 wäre eine ideale Linienführung

Entlang bedeutender Achsen des Pendlerverkehrs seien Radschnellverbindungen mit direkten und störungsfreien Linienführungen ein geeignetes Instrument, um die Nutzung des Fahrrades über längere Strecken zu fördern. Den Nutzern der Strecke solle ein komfortables und zügiges Radfahren ohne Ampelanlagen und andere Hindernisse ermöglicht werden, um gar nicht erst über Staus nachdenken zu müssen. Ein Radschnellweg entlang der K 114 biete sich für ein solches Vorhaben förmlich an. Es wäre eine ideale Linienführung.

Bereits im Jahr 2014 seien Erhebungen durchgeführt worden. Danach lag die Anzahl der Pendlerinnen und Pendler von Gifhorn nach Wolfsburg bei 12.054 und aus dem Bereich der Samtgemeinde Isenbüttel und Umgebung bei 7.402. Zudem solle nicht unerwähnt bleiben, dass auch der Fahrradtourismus kontinuierlich ansteige. Menschen hätten Lust auf Bewegung und Gesunderhaltung.

Radweg passt zu den Zielen des Kreisentwicklungskonzeptes

Durch das Radfahren würden keine Abgase produziert. Dort wo Fahrräder als gleichberechtigte Fahrzeuge im Verkehrsraum akzeptiert werden, habe es auch positive Auswirkungen auf die Lärmreduzierung sowie vor allen Dingen auch auf den Klimaschutz und führe zu mehr Lebensqualität. In Zeiten, in den über Feinstaub- und Stickstoffdioxidbelastungen diskutiert werde, komme dem Radverkehr und damit einhergehend den Radschnellverbindungen zusätzlich eine noch größere Bedeutung zu. Eine Radschnellverbindung passe in den Rahmen des Klimaschutzteilkonzeptes des Regionalverbandes „Regionale E-Radschnellwege“ und entspriche den Zielen des Kreisentwicklungskonzeptes.

„Nachdem die Kreistagsmehrheit im Jahre 2017 das Interessensbekundungsverfahren für einen Schnellradweg von Gifhorn nach Braunschweig abgelehnt hat, sollte es für einen Schnellradweg Gifhorn-Wolfsburg eine Zustimmung geben, zumal wesentliche Voraussetzungen durch den mittlerweile zur Verfügung stehenden sanierten Radwege zwischen Calberlah und Wolfsburg bereits bestehen“, so der Fraktionsvorsitzende Klaus Rautenbach abschließend.

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