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Polizei-Großeinsatz: Schüler hantieren mit Pistole und Messer

10. März 2018
Zum Glück hatten die beiden Schüler nur eien Spielzeugpistole in der Hand. Symbolfoto: Alexander Panknin
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Hillerse. Für einen polizeilichen Großeinsatz sorgten zwei zehn- und zwölfjährigen Brüder am Freitagmittag an der Grundschule in Hillerse. Wie die Polizei heute berichtet, wollten die beiden Schüler ein Handy "abzuziehen" und haben sich hierfür mit einer Spielzeugpistole und einem Taschenmesser bewaffnet und mit Schals maskiert.

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Nach Informationen von Thomas Reuter, Pressesprecher der Polizeiinspektion Gifhorn, sei die Polizei am gestrigen Freitag gegen 12.20 Uhr von Schülern der Grundschule angerufen. Diese teilten den Beamten mit, dass zwei maskierte Personen gegenwärtig Schüler mit Waffen bedrohen würden. Daraufhin eilten zahlreiche Streifenwagen aus dem gesamten Landkreis zum Ort des Geschehens nach Hillerse.

Mehrere Beamte suchten nach ihrem Eintreffen das Schulgelände und -gebäude ab. Die wenigen Schüler, die sich überhaupt noch vor Ort befanden, wurden in die Sporthalle gebracht und dort von Lehrern und Polizeibeamten betreut, berichtet Reuter. Die meisten Kinder waren aber ohnehin schon auf dem Heimweg oder zuhause.

Sie wollte ein Handy „abziehen“

Gegen 12.45 Uhr konnten anhand der Personenbeschreibung zwei zehn und zwölf Jahre alte Brüder in der Nähe des Schulgeländes festgestellt werden. Diese räumten den Beamten gegenüber sofort ein, zu Hause einen Plan geschmiedet zu haben, in der Grundschule jemandem ein Handy „abzuziehen“. Hierzu habe man sich mit einer Spielzeugpistole und einem Taschenmesser bewaffnet und mit Schals maskiert. In der Schule sei man dann auf eine kleine Gruppe von Grundschülern getroffen. Zur beabsichtigten Raubtat sei es dann aber gar nicht gekommen, da die Schüler sofort weggelaufen seien und nach der Polizei gerufen hätten. Aus Angst vor der Polizei habe man sich dann ebenfalls schnell vom Schulgelände entfernt.

Die Brüder wurden nach ihrer polizeilichen Befragung in die Obhut ihrer Eltern übergeben. Die in der Schule betroffenen Kinder wurden nach Betreuung durch ein Kriseninterventionsteam und einen Notfallseelsorger des DRK ebenfalls an ihre Eltern übergeben. Besonders hervorzuheben sei das besonnene und geschulte Vorgehen des Schul- und Lehrpersonals sowie die Zusammenarbeit mit den eingesetzten Polizeikräften, betont Reuter.

Ob die Verursacher beziehungsweise deren Erziehungsberechtigte die Kosten für den Einsatz tragen müssen, wird derzeit noch geprüft.

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