Pastor Walter Faerber in den Ruhestand verabschiedet

2. Juni 2019
Carsten Dellert, das Ehepaar Faerber, Marion Schmager und Dr. Volker Menke vor der Kirche (v. li.). Fotos: Evangelisch-Lutherischer Kirchenkreis Peine
Groß Ilsede. In einem festlichen Gottesdienst verabschiedete Superintendent Dr. Volker Menke am Sonntagvormittag den scheidenden Pastor Walter Faerber nach 38 Jahren Dienst in der St.-Nikolai-Kirche in den Ruhestand. Für den abwechslungsreichen musikalischen Rahmen sorgte das Musikteam. Das berichtet der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Peine.

„Heute ist der erste Sonntag nach Himmelfahrt, der erste, an dem die Jünger Jesus nicht mehr sehen konnten, ein Sonntag des Abschieds wie heute auch für uns“, begrüßte der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Frank Busse.
Kirchenvorsteher Karl Bergerhoff widersetzte sich dann dem Wunsch des scheidenden Seelsorgers und ließ es sich nicht nehmen, über die vielen Meilensteine, die Pastor Faerber während seines langen Wirkens, oft gemeinsam mit seiner Frau Charlotte von Bülow-Faerber gesetzt hat.

Der Auszug aus der Kirche.

Dem Kern des Herzens nähern

In seiner Predigt bekräftigte Pastor Faerber dann, wie wichtig es sei, sich dem Kern des Herzens der Menschen und der Gemeinde zu nähern und die Power des inneren Menschen zu wecken. „Das ist viel bedeutsamer als das nutzlose Klagen über zurückgehende Mitgliederzahlen. Das haben schon Generationen von Kollegen getan. Bemühungen, das zu ändern, waren meist vergeblich. Der Auferstandene ist die Tür zu einer strahlenden Welt, die erkundet werden will. Jesus erschließt uns die Welt, die wir kennen, neu. Das richtige und befreiende Wort zur rechten Zeit ist der Schatz der Kirche“, führte der 65-Jährige aus.

Im Anschluss an die Predigt dankte Superintendent Dr. Menke für die Arbeit Faerbers. Er sei immer in der Welt verankert gewesen, habe aber immer einen Blick für die Impulse des Himmels gehabt. „Und eins ist sicher: Die Arbeit ist nicht vergeblich. Heute ist dein erster Gottesdienst im Ruhestand, du bist seit gestern offiziell Pastor i.R. – das kann aber auch heißen: Pastor in Rufweite!“, schloss der Superintendent.

Das Musikteam im Einsatz.

Viele der Gottesdienstbesucher kamen dann vorne im Altarraum zusammen, um der Entpflichtung und dem Segen für den neuen Lebensabschnitt beizuwohnen. Damit das mit der Rufweite auch klappt, überreichte Marion Schmager, Pastorin des verbundenen Pfarramtes Klein und Groß Ilsede sowie Oberg und Münstedt ein Retro-Telefon an ihren Kollegen. Sie erinnerte an die gute Kommunikation auch in herausfordernden Situationen wie des Mordes an vier Kindern oder die Einquartierung hunderter Flüchtlinge in der Gebläsehalle.

Den Schluss des Gottesdienstes mit Fürbitten und Segen übernahm Pastor Carsten Dellert, der ab sofort neben seiner halben Pfarrstelle in Klein Ilsede die ebenfalls halbe Stelle in Groß Ilsede mit versieht, sodass keine Vakanzzeit entsteht.

Superintendent Dr. Volker Menke überreicht die Urkunde an Pastor Walter Faerber.

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