Landkreis informiert Schüler über mögliche Medizin-Studienplätze

6. November 2019
Symbolbild: pixabay
Gifhorn. Obwohl es im Jahr 2020 keinen Abiturjahrgang geben wird, ruhen sich die Schülerinnen und Schüler im Landkreis Gifhorn nicht aus. Knapp 30 junge Erwachsene folgten der Einladung des Landkreises Gifhorn und der Agentur für Arbeit in das Gifhorner Schloss. Dies berichtet der Landkreis Gifhorn.

Die Schülerinnen und Schüler hatten alle eines gemeinsam: sie verfolgen das Ziel, nach dem Abitur Medizin zu studieren. Wie sie am besten an einen der begehrten Studienplätze kommen, das erfuhren sie von Joscha Hirschfeld, Mitarbeiter der Stiftung Hochschulstart. Hirschfeld räumte mit dem Mythos auf, dass lange Wartezeiten die Chancen auf einen Studienplatz erhöhen. Es gäbe weitere wichtige Faktoren wie beispielsweise eine einschlägige Berufsausbildung oder Berufstätigkeit, die bei der Bewerbung neben dem Notendurchschnitt berücksichtigt werden. Außerdem stellte Stefan Schulze, Stabsfeldwebel der Bundeswehr, eine medizinische Karrierelaufbahn beim Bund als Alternative vor.

Kreisrat Rolf Amelsberg freute sich über das große Echo, dass auf die Einladung gefolgt ist. „Wir wollen auch diejenigen, die noch etwas unschlüssig sind, für Medizin begeistern. Gleichzeitig dient unsere Veranstaltung dazu, die jungen Leute umfassend zu informieren, damit sie sich schon jetzt optimal auf die Zulassung für ihr Traumstudium vorbereiten können“, betont Amelsberg.

„Studienplatzvergabe nach Bundesverfassungsgerichtsurteil angepasst“

Andrea Franke, Beraterin für akademische Berufe bei der Agentur für Arbeit in Gifhorn, ergänzt: „Die Studienplatzvergabe musste durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts angepasst werden. Neu ist ab dem Sommersemester 2020 unter anderem, dass parallele Bewerbungen bei allen 38 staatlichen Unis, die Medizin anbieten, möglich sind. Im alten Verfahren musste man sich auf sechs beschränken. Diese Veranstaltung war eine gute Möglichkeit sich z.B. über solche und weitere gesetzlichen Änderungen und Voraussetzungen zu informieren.“

Der Landkreis erhofft sich von den angehenden Ärztinnen und Ärzten, dass einige von ihnen sich während ihres Studiums an dem Mentoring-Projekt des Landkreises beteiligen, oder sich auf ein Stipendium bewerben. Beides sind ideale Möglichkeiten, nach dem Studium den Einstieg als Ärztin oder Arzt im Landkreis Gifhorn beispielsweise in einer Hausarztpraxis oder in der stationären Versorgung zu finden und früh nützliche Kontakte zu knüpfen.

„Große Bedeutung der ärztlichen Versorgung im Landkreis Gifhorn“

Christine Gehrmann, Demografiebeauftragte des Landkreises Gifhorn, weiß um die große Bedeutung der ärztlichen Versorgung als Standortfaktor einer Region: „Viele Menschen fragen vor einem Umzug häufig nach Einkaufs- und Kinderbetreuungsmöglichkeiten. Parallel wird auch immer die Frage nach der Nähe zur hausärztlichen Versorgung gestellt.“

Interessenten aus dem Landkreis Gifhorn an einem Medizinstudium können sich auch nach der Veranstaltung jederzeit bei Insa Busse im Fachbereich Gesundheit des Landkreises Gifhorn melden. Sie ist erreichbar unter der Telefon-Nummer 05371-82 711 oder der E-Mail-Adresse insa.busse@gifhorn.de. Für weitere Fragen zum Medizinstudium oder allgemein zum Studium, vereinbaren Interessierte einen Termin bei der akademischen Beratung der Agentur für Arbeit Gifhorn unter 0800 4 5555 00 (kostenfrei).

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