Kurzzeitige Kreißsaalschließung: Helios Klinikum nimmt Stellung

4. Dezember 2018
Symbolfoto: Sandra Zecchino
Gifhorn. Die Information des Helios Klinikums Gifhorn zur kurzzeitigen Kreißsaalschließung habe eine unsachlich geführte Debatte ausgelöst, berichtet das Helios Klinikum Gifhorn und sieht sich zu einer Stellungnahme veranlasst. Diese veröffentlichen wir nachfolgend unkommentiert und ungekürzt.

„So schlagen uns Politiker etwa öffentlich vor, dass wir andere Standorte um Personal bitten mögen. Selbstverständlich haben wir dies flächendeckend getan und gleichzeitig auch Personaldienstleister eingespannt. Leider wird in der ganzen Diskussion verkannt, dass es sich beim Hebammenmangel um ein bundesweites Problem handelt – unabhängig vom Träger.

Es fehlen deutschlandweit schlicht Fachkräfte, auch bei den Hebammen. Geburtsabteilungen schließen im ganzen Land aufgrund des zunehmenden Personalmangels. Im Bereich der niedergelassenen Hebammen sind ebenfalls Engpässe zu verzeichnen. Die Schwierigkeiten bei der Personalsuche in der Geburtshilfe betreffen nicht nur in Gifhorn.

Gute Gründe für das Helios Klinikum Gifhorn

Dennoch wollen wir auch in den kommenden Jahren eine attraktive Geburtshilfe in unserer Stadt aufrechterhalten. Und dafür unternehmen wir einiges. Neue Mitarbeiter begrüßen wir mit einer Antrittsprämie in Höhe von 5.000 Euro. Auch ein Prämienprogramm „Mitarbeiter werben Mitarbeiter“ haben wir installiert.

Auf den Fachkräftemangel reagieren wir einerseits mit einem eigenen, weitgehend neuen Ausbildungsgang. Seit dem 1. September 2017 bilden wir Hebammen im Helios Klinikum Gifhorn aus. Für den neuen Jahrgang, der am 1. September 2019 startet, liegen uns zahlreiche Bewerbungen vor. Andererseits haben wir verstärkt in Personalmarketingkampagnen investiert.

Zudem zahlen wir seit längerer Zeit oberhalb der tariflichen Vergütungstabelle. Wir zahlen zusätzliches Geld für jeden übernommenen Dienst. Zuletzt wurden deutliche Zulagen zusätzlich zur Tarifvergütung geboten, um die vorrübergehende Schließung zu vermeiden. Kurzum: Der Aufbau eines eigenen Ausbildungsgangs, hohe Investitionen ins Personalmarketing und höhere Zahlungen machen das Helios Klinikum Gifhorn zu einem attraktiven Arbeitgeber, auch in der Geburtshilfe.

Mit den genannten Maßnahmen wollen wir dem allgemeinen Fachkräftemangel im Bereich der Hebammen entgegensteuern und die Geburtshilfe im Helios Klinikum Gifhorn zukunftsfähig machen.“

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