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Kinokritik: „John Wick: Kapitel 3“ – Stilvolles Action-Feuerwerk

23. Mai 2019
Seit Mittwoch können Action-Fans "John Wick: Kapitel 3" im C1 Cinema sehen. Foto: C1/Video: Alexander Dontscheff
Braunschweig. Mittwochabend - "Männerabend" im C1 Cinema. Der dritte Teil der "John Wick"-Reihe liefert ein mehr als zweistündiges Action-Feuerwerk. Mit dabei unsere Filmtester, die beweisen: Der Film kann nicht nur Männer begeistern.

Fulminant kehrt Keanu Reeves zurück als Rächer im Anzug. Das „John Wick“-Franchise hat die Konventionen des Actionfilms gekonnt überspitzt, gebrochen und eine eigene Welt entwickelt. Mit dem dritten Teil kommt die Reihe zu einem neuen Highlight: knallhartes Actionkino der Extraklasse. 

Inhalt:

John Wick hat alles verloren: Frau, Hund, Haus und schließlich auch die Zugehörigkeit zur Geheimgesellschaft des New Yorker Untergrunds. Da Wick den Camorra-Boss Santino D’Antonio in den Hallen des Continentals ermordet hatte, brach er damit eine der wichtigsten Regeln der Killer. Selbst Winston, Besitzer des Hotels konnte nicht mehr intervenieren – Wick wird zum Excommunicado erklärt und zum Abschuss freigegeben, was gnadenlose Kopfgeldjäger auf den Plan ruft.

Er verlor zwar jegliche Privilegien der Geheimgesellschaft, hat als Ausgestoßener aber einen entscheidenden Vorteil: Es gibt keine Regeln! Wenn John überleben will, muss er sich erst einmal aus New York City rausschießen und -kämpfen und dann irgendwo auf der Welt Zuflucht finden. Helfen könnte ihn dabei zum einen seine alte Bekannte Sofia (Halle Berry) und die Frau (Anjelica Huston), die ihn einst aufgezogen und beschützt hat.

Trailer

Kritik

Der Untertitel des neuen „John Wick“-Films lautet „Parabellum“, das bezieht sich in diesem Fall weniger auf die gleichnamige Pistole sondern auf die lateinische Bedeutung. „Bereite dich auf den Krieg vor!“. Das umschreibt den Film recht gut. In jeder einzelnen Minute, die nicht geredet wird, wird gekämpft. Es wird wenig Story geboten, aber diese reicht aus, um die Welt der Kriminalität darzustellen wie sie das „John Wick“-Universum bestimmt.

Die Actionszenen sind unfassbar gut choreographiert, der Film ist von vorne bis hinten gut besetzt und gespielt. Keanu Reeves („Matrix“, „Speed“) findet zu alter Größe zurück. Auch der Soundtrack ist großartig. Jeder Ton passt zur jeweiligen Szene. Die Kämpfe sind noch kreativer choreographiert und dabei gewalttätiger und brutaler, skrupelloser und härter als bei den Vorgängern. Der Film ist auch visuell durch seine düstere Atmosphäre gelungen umgesetzt. Dennoch gibt es anders als in den ersten Teilen ein wenig Humor.

Gerade dieser wird aber auch mit der Zeit etwas überzogen, so dass es etwas ins Ironische und Alberne abgleitet. Insgesamt hat der Film bei über zwei Stunden einige Längen. Er hätte dichter erzählt werden können. Außerdem würde man gerne mehr zum Charakter von John Wicke und seinen Schwächen erfahren.

Unter dem Strich bleibt aber eine klare Empfehlung: Für Kenner der ersten Teile und alle Fans guter, stilvoller Action führt kein Weg um „John Wick: Kapitel 3“ herum.

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