Imam besucht erstmals Bewohner des Sickter Seniorenzentrums

24. Mai 2019
Bewohnerin Ayten Baris (2.v. li.) mit dem Imam Mehmet Simsek (links), weiter von links Esra Baris, Nursen Canbaz und Sefa Yalcin im Hintergrund Bekir Yalcin (links) Vorsitzender der Türkisch Islamischen Gemeinde und Serdar Bedirhan Tunc. Foto: Dieter Lorenz
Sickte. Auf Einladung des Heimbeirats des Sickter "Senioren- und Therapiezentrums am Herrenhaus" besuchte nun erstmals ein Imam aus der Wolfenbütteler Moscheegemeinde die muslimischen Bewohner. Darüber informierte der Beirat in einer Pressemitteilung.

Was für die evangelischen und katholischen Bewohner schon lange selbstverständlich ist, soll nun auch für die muslimischen Bewohner des Seniorenzentrums angeboten werden. Aus diesem Grund besuchte nun erstmals der Imam der Wolfenbütteler Moscheegemeinde, Mehmet Simsek, die muslimischen Bewohner. Im Zentrum des Besuchs stand eine Initiative des Beiratsmitglieds Esra Baris, deren Mutter Ayten Baris im Seniorenzentrum lebt. Der Vorsitzende des Beirats Dieter Lorenz nahm daher Kontakt mit der Türkisch-Islamischen Gemeinde Wolfenbüttel auf und lud den Imam und den Vorstand der Gemeinde ein.

„Die Gebete und religiösen Handlungen des Imam haben meiner Mutter innere Zufriedenheit vermittelt. Meine Mutter fühlte ein Stück Heimat und Geborgenheit“, bemerkte Esra Baris, die sich fast täglich um ihre Mutter kümmert. Neben dem Imam kamen auch zwei Vorstandsmitglieder, sowie zwei Mitglieder Frauengruppe der Gemeinde zu dem Besuch. Neben dem geselligen Teil im „grünen Salon“ des Heims, beteten die Gläubigen auch gemeinsam mit Imam Simsek. Auch ein Gegenbesuch der Wolfenbütteler Gemeinde sei geplant, fügte Baris hinzu. Die Bewohner des Heims hätten sich jedenfalls über den Besuch gefreut, stellte Baris fest.

Man erhofft sich einen weiterhin engen Kontakt mit der Gemeinde, immerhin sei auch ein Gegenbesuch bei der zugehörigen Frauengruppe geplant. „Ich hoffe, dass sich auch noch weitere Besuche des Imam oder der Frauengruppe im Seniorenzentrum ergeben. Dies ist eine Bereicherung für alle, auch für Nicht-Muslime“, so das Beiratsmitglied.

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