IGS Sassenburg: 70 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

20. Dezember 2018
Neben Herrn Landrat Dr. Andreas Ebel und den neun Schülerinnen des Leistungskurses Kunst und waren die didaktische Leiterin der IGS Sassenburg, Frau Ina Jünemann (1, 4. von rechts) sowie die Kunstfachlehrerin Frau Maike Paffrath (2, 4. von links) dabei. Seitens Amnesty International waren Herr Elmar Schönthaler (3, ganz rechts) sowie Frau Erika Carstensen (4, 2. Von rechts) vor Ort. Foto: Landkreis Gifhorn
Gifhorn. Auf Initiative des Ortsverbandes von Amnesty International in Gifhorn haben neun Schülerinnen des Leistungskurses Kunst im Jahrgang 13 der IGS Sassenburg einen künstlerischen Beitrag zu Ehren des 70. Jubiläums der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte erstellt. Das berichtet der Landkreis Gifhorn in einer Pressemeldung.

Im Rahmen des Unterrichtes wurde eine Collage aus Einzelmotiven zu den einzelnen Artikeln der Erklärung entworfen, wobei jedes Motiv in einem eigenen Farbspektrum gehalten ist. Die Verbindung zwischen den Einzelmotiven wird in Form von Schmetterlingen hergestellt, welche aus Sicht der Schülerinnen sowohl ein Symbol für Freiheit als auch für den Frieden sind. Die Collage wurde im Anschluss auf ein Plakat gedruckt. Dieses sowie die allgemeine Erklärung der Menschenrechte in Textform wurden dann auf einen Aufsteller geklebt.

Besonders wichtig war den Schülerinnen im Rahmen dieser Arbeit die kritische Auseinandersetzung mit den Artikeln der UN-Menschenrechte sowie die Aktualität und Notwendigkeit des Ringens um dieselben – auch in unserer Gesellschaft in Deutschland.

Elmar Schönthaler von Amnesty International nannte in diesem Zusammenhang unter anderem die Zahl von sechs Millionen Menschen, welche aktuell in Staaten mit eingeschränkten Freiheitsrechten leben.

„Selbst nach 70 Jahren noch Probleme

Ziel der Arbeit war, aufzuzeigen, dass selbst nach 70 Jahren noch Probleme bei der Durchsetzung herrschen, weshalb sie wieder weniger eine Selbstverständlichkeit, als ein Privileg darstellen. Auch wenn die Schülerinnen in ihrer Arbeit dabei eher schwerwiegende Problematiken aufzeigen, ist es ihnen ein Anliegen zu verdeutlichen, dass auch noch heute häufig unscheinbare Verstöße gegen die Menschenrechte vorliegen. Genauso wie bei dem Erstellen der Collage ist auch bei der Durchsetzung von Menschenrechten ein wichtiger Grundbaustein, dass jeder seinen Teil dazu beiträgt.

Der Aufsteller wurde am 12. Dezember 2018 von den Schülerinnen sowie Vertretern von Amnesty International an Herrn Landrat Dr. Ebel übergeben. Während der Übergabe hatten die Schülerinnen die Gelegenheit, Herrn Dr. Ebel das Gesamtkonzept und die Ideen hinter jedem Einzelmotiv genauer zu erläutern. Mit ihrer Arbeit sowie der überzeugend vorgetragenen und tiefgreifenden Präsentation haben die Schülerinnen einen bleibenden Eindruck bei den Vertretern von Amnesty International sowie beim Landrat hinterlassen.

Dieser sprach den Schülern sein Lob aus: „Ich bin sehr beeindruckt von den Motiven und deren Aussagekraft auf dem vorgestellten Plakat. Die Menschenrechte verdienen unser aller Schutz und es ist wichtig, immer wieder auf diese aufmerksam zu machen. Wir können froh sein, in einem freien demokratischen Staat zu leben.“ Der Aufsteller wird im Zeitraum 20. Dezember 2018 bis 31. Januar 2019 im Foyer des Kreishauses II in Gifhorn aufgestellt und somit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

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