Hindenburg, Peters, Linnemann: Straßennamen auf dem Prüfstand

2. Juni 2019
Reichspräsident Paul von Hindenburg war derjenige, der 1933 Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannte. Symbolfoto: pixabay
Wittingen. Viele Straßen und Plätze tragen immer noch Namen aus Kolonial- und NS-Zeiten. Aus diesem Grund hat sich Christian Schroeder, Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen im Stadtrat Wittingen und Mitglied des Kreistages, mit einem Schreiben an Landrat Dr. Andreas Ebel gewandt. Dieser möge sich dem Thema annehmen. Das teilt Christian Schroeder mit.

Unrühmlich seien zum Beispiel der Hindenburgwall und die Carl-Peters-Straße in Wittingen. Oder auch der Felix-Linnemann-Platz, ein Sportplatz in Steinhorst. „Sogar ein Pokal wird zu Ehren dieses Verbrechers ausgelobt“, kritisiert Schroeder. „Das Thema muss wieder öffentlich diskutiert werden und ich bitte Sie, es als oberster Repräsentant des Landkreises ebenfalls aufzugreifen“, so der Appell an Landrat Ebel.

Anmerkung der Redaktion: Gemeint sind Paul von Hindenburg, Leiter der Obersten Heeresleitung im Ersten Weltkrieg und späterer Reichspräsident der Weimarer Republik, Carl Peters, Begründer der Kolonie Deutsch-Ostafrika, sowie der ehemalige DFB-Präsident (1925-1940) Felix Linnemann, der auch in der SS Karriere gemacht hatte. Letzterer lebte nach dem Zweiten Weltkrieg und seiner Internierung durch die Alliierten in Steinhorst.

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