Grüne Landtagsfraktion zu Besuch bei Pflegestation Bettina Harms

14. Mai 2019
Von links, linke Tischseite: Die Abgeordneten Helge Limburg, Julia Hamburg, Imke Byl und Stefan Wenzel sowie Nicole Wockenfuß (zweite von rechts auf der rechten Tischseite) zu Besuch in einer Senioren-WG im Hüttenweg in Gifhorn. Foto: Grüne
Gifhorn. Auch in diesem Jahr war die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen wieder in drei Gruppen in Niedersachsen "on Tour". Am Donnerstag, 9. Mai, besuchte die Gifhorner Abgeordnete Imke Byl gemeinsam mit ihren Kollegen Julia Hamburg, Helge Limburg und Stefan Wenzel sowie der Gifhorner Bürgermeisterkandidatin Nicole Wockenfuß die Pflegestation Bettina Harms, so die Grünen in einer Pressemitteilung.

Die Gäste seien zunächst mit Bewohnern einer der beiden Gifhorner Senioren-WGs ins Gespräch gekommen. In diesen Wohngemeinschaften würden bis zu sechs Personen mit unterschiedlichen Pflegegraden zusammenleben und gemeinschaftlich ihren Alltag gestalten. Bei diesem Wohnkonzept stehe die weitgehende Selbstbestimmung und die gegenseitige Hilfe der Bewohner im Vordergrund. Wockenfuß habe sich begeistert von dem Konzept gezeigt: „Diese Einrichtung ist ein positives Beispiel für meine Ziele als Bürgermeisterin, neue Wohnformen in Gifhorn, wie auch Behinderten-WGs umzusetzen.“

Mehr Flexibilität für Pflegedienste

Im Anschluss hätten sich die Politiker mit der Geschäftsführerin Bettina Tews-Harms und weiteren Kolleginnen über die angespannte Situation der ambulanten Pflege ausgetauscht. Imke Byl habe sich besorgt darüber gezeigt, dass Niedersachsen bei den Löhnen im Pflegebereich den traurigen letzten Platz belege und mahnt: „Das zergliederte Versicherungssystem muss Pflegediensten an vielen Stellen mehr Flexibilität einräumen und ihnen mehr Mitsprache ermöglichen. Nur so kann gesichert werden, dass Pflegekräfte langfristig die angemessene Bezahlung erhalten, die sie verdienen und gleichzeitig flächendeckende Pflegeangebote möglich sind.“

Frau Tews-Harms habe nochmals auf den für Pflegedienste teils unverhältnismäßig hohen Druck zur Wirtschaftlichkeit hingewiesen und gab den Abgeordneten einen wichtigen Wunsch mit auf den Weg: „Wir brauchen in der Auseinandersetzung mit den Kassen die politische Unterstützung um eine auskömmliche Vergütung unserer Leistungen zu erhalten, damit auch in der ambulanten Pflege höhere Löhne gezahlt werden können.“

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