Grüne fordern Rettungsplan für die Windenergie

19. November 2019
Imke Byl: "Die Energiewende-Blockade muss beendet werden." Foto: Die Grünen
Gifhorn / Hannover. Die Zukunft der Windenergie in Niedersachsen war am heutigen Dienstag Thema im Landtag. Anlass war die Ankündigung des ostfriesischen Anlagenbauers Enercon, 3.000 Stellen in Aurich und an anderen Standorten abzubauen. Die Gifhorner Grünen-Landtagsabgeordnete Imke Byl berichtet in einer Pressemitteilung.

Die rot-schwarze Landesregierung habe viel zu lange zugesehen, wie dem Ausbau der Windenergie Steine in den Weg gelegt wurden, kritisiert die Gifhorner Landtagsabgeordnete und energiepolitische Sprecherin Imke Byl. „Ausschreibungspflicht, Ausbaukorridore, Netzausbaugebiete – jede dieser bundespolitischen Schikanen hat Arbeitsplätze in der Windenergie gekostet. Ministerpräsident Weil und Wirtschaftsminister Althusmann müssen ihren Parteikollegen in Berlin endlich klarmachen, dass die Energiewende ein Erfolgsmodell ist, von der tausende zukunftsfähige Arbeitsplätze in Niedersachsen abhängen.“

Rettungsplan für die Windenergie

Die Abgeordnete forderte im Namen ihrer Fraktion im Plenum einen Rettungsplan für die Windenergie. Der im Bund geplante pauschale Mindestabstand von 1000 Metern zu Wohnbebauung müsse bundesweit verhindert werden. Hürden für Bürgerenergieprojekte sollen durch eine garantierte Einspeisevergütung abgebaut werden. „Auch das Land muss sicherstellen, dass ausreichend Windflächen zur Verfügung stehen und Projekte zügig genehmigt werden. Gerade bei der Flächenausweisung gibt es im Gebiet des Regionalverbands Großraum Braunschweig immer noch große Schwierigkeiten. Konkrete Ausbauziele für die Erneuerbaren in Niedersachsen sollen im Landesklimagesetz verankert werden“, fordert Byl.

„Ohne die Windenergie gibt es keinen Klimaschutz“, so die Abgeordnete. Die von der Bundesregierung vorgegebenen Ziele für die Energiewende werden aktuell krachend verfehlt. „Unsere große Solidarität gilt den Beschäftigten und ihren Familien. Mit Kurzarbeitergeld muss versucht werden, möglichst viele Stellen in der Windbranche zu retten, bis die politisch verursachte Krise überwunden ist. Der Ausbau der Windenergie muss politisch schnellstmöglich wieder in Gang gebracht werden.“

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