Brustkrebs: Operation nach Maß und Sicherheit

11. April 2019
Dr. med. Thomas Dewitz, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und Leiter des Brustzentrums Gifhorn, referiert zum Thema Brustkrebs. Foto: Helios Klinikum Gifhorn
Gifhorn. Brustkrebs ist die häufigste Krebsdiagnose der Frau. Nach dieser Hiobsbotschaft gilt es, sich mit Therapievorschlägen auseinanderzusetzen. Hier kann der erste Behandlungsschritt die Chemotherapie oder die Operation sein. Das Helios Klinikum Gifhorn informiert in einer Pressemitteilung über die Risiken.

„Ist der erste Behandlungsschritt eine Operation, bedeutet dies in über 70 Prozent aller Fälle nicht, dass die gesamte Brust entfernt werden muss“, sagt Dr. Thomas Dewitz, Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und Leiter des Brustzentrums im Helios Klinikum Gifhorn. Brustkrebs ist unkontrolliert wachsendes Gewebe in einem gesunden Bereich der Brust. Seine Ausbreitung– das Stadium, in dem sich der Brustkrebs zum Zeitpunkt der Diagnose befindet – beeinflusst die Therapieplanung.

Bei kleinen Tumoren ist meist die Brusterhaltung möglich

Oftmals ist die operative Entfernung des Tumors notwendig. „Um das Ausmaß möglichst klein zu halten, kann der Krebs in manchen Fällen zuvor medikamentös, beispielsweise mit einer Chemotherapie behandelt werden“, erklärt Dr. Dewitz. „Spricht der Tumor darauf an, muss nur wenig Gewebe entfernt werden.“ Als Faustregel gelt, Tumorgewebe mit ein bis zwei Millimeter Abstand zum gesunden Gewebe zu entfernen. Nur dann habe der Operateur den gesamten Bereich, der den Krebs trägt, und zugleich nur eine geringe Menge gesundes Brustdrüsengewebe entfernt. Der erfahrene Chirurg weiß: „Bei Tumoren unter einem Zentimeter Durchmesser sind in über 90 Prozent der Fälle dieses Vorgehen und der Brusterhalt möglich.“

Um die Grenzen des Tumors zu erkennen, setze Dr. Dewitz während des Eingriffs ein hochauflösendes mobiles Ultraschallgerät ein. „Die Ausdehnung des Tumors ist auf diese Weise gut bestimmbar. Die ultraschallgestützte Operation erlaubt mir eine optimale Orientierung und versetzt mich in die Lage, einerseits den Tumor aus einem gesunden Gewebebereich zu entfernen, andererseits das gesunde Brustdrüsengewebe weitestgehend zu schonen. Somit ist unser Anspruch leichter umzusetzen, nach der Operation eine kosmetisch ansprechende Brust zu schaffen.“ Ist das Gewebe entfernt, werde es direkt untersucht, um die Grenzen des Tumors zum Absetzungsrand des entfernten Gewebes zu bestimmen. Dies reduziere die Rate notwendiger Nachoperationen und komme insofern den Patientinnen zugute, als dass ein Zweiteingriff für die Heilung immer problematisch und eine Zweitoperation belastend ist.

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