Brände in Braunschweig und Umgebung fordern die Feuerwehren

1. Juli 2018
Die Feuerwehr kam gestern kaum zur Ruhe. Symbolfoto: Archiv
Region. In Braunschweig und Umgebung wurden die Feuerwehren durch eine Vielzahl von Vegetationsbränden gefordert, teilt die Feuerwehr Braunschweig mit. Zwischen 12 und 17 Uhr alarmierte die Leitstelle mit dem Zuständigkeitsbereich der Stadt Braunschweig sowie der Landkreise Peine und Wolfenbüttel zu acht diesbezüglichen Einsätzen.

Nebenher lagen andere Feuer- und Notrufmeldungen zusätzlich vor.

Der chronologische Ablauf:

Gegen 12 Uhr meldeten mehrere Anrufer eine große und schwarze Rauchsäule im Bereich Harxbüttel. Noch während die Fahrzeuge auf der Anfahrt waren, konnte der Einsatzort im Landkreis Gifhorn, genauer zwischen den Ortschaften Groß Schwülper und Rethen, lokalisiert werden (regionalHeute.de berichtete). Dort waren bereits die örtlich zuständigen Kameraden im Einsatz, sodass keine Hilfe mehr erforderlich war.

Um 13.17 Uhr alarmierte die Leitstelle Einsatzkräfte aus der Gemeinde Wendeburg zu einem Stoppelfeldbrand in Sophiental.

Kurze Zeit später um 14.10 Uhr wurden die Braunschweiger Einsatzkräfte erneut gefordert. Gemeldet wurde ein brennender Stoppelacker an der Kreisstraße 58 westlich von Lamme. Kurz zuvor fanden auf dem Feld Arbeiten mit einem landwirtschaftlichen Fahrzeug statt. Alarmiert wurden die Ortsfeuerwehr Lamme sowie Einheiten der Hauptfeuerwache samt einem Tanklöschfahrzeug. Unmittelbar mit der ersten Lagemeldung forderte der Einsatzleiter zudem umfangreiche Verstärkung an. Nachalarmiert wurde ein Braunschweiger Fachzug – bestehend aus mehreren Tanklöschfahrzeugen – sowie Feuerwehreinheiten aus der Gemeinde Vechelde. Die Zusammenarbeit mit den Vechelder Einheiten unter Führung des Gemeindebrandmeisters Peter Splitt verlief hervorragend, so der Braunschweiger Einsatzleiter.

Feuer vom Wind angefacht

Was war passiert? Vor Ort brannten unterschiedliche Areale mehrerer Felder. Insbesondere wurde das Feuer durch den Wind angefacht, hatte mittlerweile die Stadtgrenze übersprungen und bedrohte den Ort Wedtlenstedt. Die Wohnhäuser im Berliner Damm konnten durch einen gezielten Einsatz der Feuerwehr geschützt werden. Ebenso die Ausbreitung über die Kreisstraße 58 in Richtung Norden. Ein Trupp der Feuerwehr beschrieb die Brandausbreitung förmlich als Feuerwalze. In Mitleidenschaft gezogen wurden bei dem Feuer zirka 16 Hektar Ackerfläche.

Während des Einsatzes an der Kreisstraße 58 lagen zudem noch zwei weitere Einsätze im Gemeindegebiet von Vechelde vor; jeweils mit Alarmierungen um 14.21 Uhr und 14.25 Uhr. Daher erfolgte der Einsatz der Vechelder Kräfte zeitversetzt. Bei einem Einsatz unterstützten die Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr mit einem Führungsdienst sowie einer Drehleitergruppe. Das war Fließbandarbeit für die Vechelder Kameraden, so der Lagedienst der Feuerwehrleitstelle.

Weiterhin war die Feuerwache Süd mit einer Alarmierung um 14.30 Uhr zeitgleich bei einem Flächenbrand zwischen der Schwartzkopfstraße und der Autobahn 39 im Einsatz. Nebenbei wurden drei weitere Flächenbrände im Landkreis Wolfenbüttel sowie im weiteren Tagesverlauf ein Vegetationsbrand im Landkreis Peine von der Leitstelle betreut. Aufgrund der umfangreichen Notrufmeldungen wurde der Bereitschaftsdienst der Leitstelle alarmiert, sodass sämtliche Leitstellenplätze besetzt werden konnten. Gegen 17 Uhr ebbte die hohe Einsatzfrequenz langsam ab.

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