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Bilanzen, Szenarien, Maßnahmen: Masterplan für Klimaschutz

30. Mai 2018
Unter anderem soll der Energieverbrauch erheblich gesenkt werden. Symbolfoto: pixabay
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Region. Am heutigen Mittwoch wurde der Masterplan 100 Prozent Klimaschutz für den Großraum Braunschweig vor mehr als 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmern vorgestellt. Es sind die Ergebnisse anderthalbjähriger Erarbeitung und Erstellung des Masterplans. Das teilt der Regionalverband Großraum Braunschweig mit.

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Enthalten sind beispielsweise Szenarien wie bis 2050 die Treibhausgasemissionen um 95 Prozent und der Endenergieverbrauch um 50 Prozent gegenüber 1990 gesenkt werden können.

Die Ergebnisse können sich laut Regionalverband sehen lassen. „72 Maßnahmen zur Umsetzung wurden erarbeitet – zum Beispiel im Bereich Mobilität oder, was Kommunen leisten können. Außerdem stellen wir best practice Beispiele aus der Region vor“, sagt Manuela Hahn, Erste Verbandsrätin des Regionalverbandes Großraum Braunschweig. Es sei ein einzigartiger Prozess in der Region gewesen. Unter anderem sei ein Bürgergutachten entstanden, an dem sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus der gesamten Region beteiligt hätten. Insgesamt hätten sich mehr als 500 Personen in den Prozess eingebracht.

An ehrgeizigen Zielen wird festgehalten

Mit breiter Mehrheit hatte die Verbandsversammlung des Regionalverbandes den Masterplan 100 Prozent Klimaschutz Anfang Mai beschlossen. „Jetzt folgt die Umsetzung. Dazu bedarf es der Mitwirkung der Bevölkerung, aber auch der Politik, der Wirtschaft und vieler Verantwortlicher“, fügt Verbandsvorsitzender Detlef Tanke an. „Auch wenn in der Öffentlichkeit das Thema Klimaschutz kontrovers diskutiert wird, halten wir in der Region an unseren ehrgeizigen Zielen fest. Nur so sichern wir die hervorragende Wirtschaftsstruktur unserer Region nachhaltig für die Zukunft.“

Der Regionalverband setzt sich schon seit langem kontinuierlich mit dem Thema Klimaschutz auseinander. Beginnend mit dem Regionalen Klimaschutzkonzept (REnKCO2), daraus resultierend beispielsweise der SolarDachAtlas oder die Regionale EnergieAgentur. Der Masterplan ist die logische und konsequente Fortsetzung. Und: der Masterplan hat Vorteile für die Kommunen. Er kann als Grundlage für geförderte kommunale Klimaschutz-Management dienen. Die Kommunen müssen nicht selbst tätig werden, sie profitieren vom regionalen Konzept. Der Masterplan enthält Szenarien, Bilanzen und Maßnahmen für die Umsetzung. Er erspart den Kommunen Zeit und Geld.

Wie geht es nach der Vorstellung des Masterplans weiter?

Die Mitarbeiterinnen des Masterplan-Managements werden u.a. Informations-Veranstaltungen in der gesamten Region anbieten. Auf einer kommunalen Tour wird der Masterplan in allen Kommunen des Verbandsgebietes vorgestellt und erläutert, was die Kommunen daraus machen können, erklärt Manuela Hahn. „Als Verband verstehen wir uns als Knotenpunkt eines großen Netzwerkes Klimaschutz.“

Infos zum Masterplan unter www.klimaschutz-regionalverband.de.

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