Vollsperrung ‚Am Mittelpunkt‘ – B.I.G. kritisiert Kommunikation

18. Juli 2019
Streit um die Notwendigkeit der Vollsperrung der Straße "Am Mittelpunkt" in Sassenburg. Foto: BIG Sassenburg
Sassenburg. Entgegen anderslautender Informationen wird die wichtige Zubringerstraße „Am Mittelpunkt“ zur Kindertagesstätte, zur Grundschule und den Sportanlagen für fast zwei Monate voll gesperrt. Die Bürgerinteressengemeinschaft Sassenburg kritisierte den öffentlichen Umgang mit der Baustelle nun in einer Pressemitteilung.

Die Gemeinde Sassenburg habe in Medienberichten angekündigt, die bisher beispielsweise an die Eltern von Kindergartenkindern ausgegebenen Ausnahmegenehmigungen wieder zurückzuziehen. Bisher seien weder der Ortsrat noch der Gemeinderat umfassend zu den Baumaßnahmen oder zur Erteilung von Ausnahmegenehmigungen offiziell informiert worden. Beispielsweise sei die Einladung zu einem Vorgespräch nicht einmal 24 Stunden vor dem Termin erfolgt. 

Dies sei besonders verwunderlich, da Herr Arms nicht nur Gemeindebürgermeister ist, sondern auch stellvertretende Wasserverbandsvorsteher. Trotzdem scheine er, laut der Interessengemeinschaft, keinerlei Überblick zu haben, welche Maßnahmen beim Wasserverband für die Gemeinde Sassenburg geplant sind. 

Bei der aktuell hohen Auslastung mit enormen Kapazitätsengpässen bei Auftragnehmern und bei der Materialbeschaffung sei es für die Bürgerinteressengemeinschaft nicht glaubhaft, dass die Baumaßnahme so kurzfristig eingeplant wurde. Ferner müssen bei dem hohen Auftragswert die Ausschreibungen schon vor Monaten gelaufen sein.

Sondermaßnahmen erforderlich

Fabian Hoffmann, Ratsmitglied der B.I.G.-Sassenburg in Neudorf-Platendorf: „Weiter ist völlig unklar, wie während der Sperrzeiten die Versorgung der Sportstätten und der Kindertagesstätte zum Beispiel mit dem Mittagessen erfolgen soll. Immer noch wurde nicht die Frage beantwortet, warum die Maßnahme nicht zusammen mit dem Straßenausbau umgesetzt wird. Wir fordern weiterhin, Alternativen zur Vollsperrung zu prüfen. Alternativlos ist es nur dann, wenn Querdenker und Ideengeber, wie zum Beispiel unsere Wählergemeinschaft, nicht eingebunden werden!“

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