10.000 Aale aus Amerika wollen in die Gifhorner Ise

9. Mai 2019
Vom kleinen ins große Gewässer: Alexa von der Brelje, Sprecherin der Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg, nahm die Glasaale an der Gifhorner Ise in Empfang. Fotos: Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg
Gifhorn. Die Zahl ist alarmierend: um 95 Prozent ist der Aalbestand in den vergangenen vier Jahrzenten in den europäischen Flüssen zurückgegangen. Die Aller-Ohre-Lachs-Gemeinschaft (AOLG) arbeitet gemeinsam mit anderen regionalen Angelvereinen kräftig dagegen an. Jetzt holte Hans-Jürgen Sauer, Sprecher der AOLG, auch die Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg ins Boot, um den Bestand rund um Gifhorn zu mehren. Das berichtet die Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg.

Das Finanzinstitut ermöglichte den Kauf von 10.000 Glasaalen. Die winzigen Fische haben schon eine abenteuerliche Lebensreise absolviert. „Die Aallarven werden an der Ostküste der USA in der Sargassosee geboren und driften dann natürlicherweise mit dem Golfstrom an die europäischen Küsten“, berichtet Sauer. Bis zu drei Jahre dauert solch eine Wanderung. Verschiedene Faktoren tragen dazu bei, dass die jungen Aale nicht mehr von allein in die europäischen Flüsse schwimmen können: Fehlende Fischtreppen an Wasserkraftwerken, strukturarme Gewässerläufe und hungrige Kormorane, deren Lieblingsspeise der Aal ist, sind nur einige Hinderungsgründe.

Die Aale bleiben zehn bis fünfzehn Jahre in unseren Gewässern

„Deswegen haben wir es den Fischen ab Frankreich etwas leichter gemacht“, erläutert Sauer mit einem Augenzwinkern, als er mit Alexa von der Brelje, Sprecherin der Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg, die 10.000 fast durchsichtigen Aale in Gifhorn an der Ise in Empfang nimmt. „Von der französischen Küste kamen die Fische mit einem Transporter zu uns und bleiben jetzt die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre in unseren Gewässern. Kurios: dann machen sich die Aale selbstständig wieder auf den weiten Weg in den Sargassosee, um dort zu laichen. Doch nicht mal ein Prozent wird alle Hürden überwinden und sich am eigenen Geburtsort selbst vermehren.“

Alexa von der Brelje wurde die Ehre zuteil, die 0,3 Gramm leichten Aale in ihre vorübergehende Heimat, die Ise, zu setzen. „Diese Aktion ist für mich ein tolles Beispiel dafür, wie vielfältig sich unser Engagement für die Umwelt vor Ort zeigt“, freute sie sich über die besondere Aufgabe. „Es ist beeindruckend, mit welcher Expertise sich die Aller-Ohre-Lachs-Gemeinschaft nachhaltig für unsere heimischen Gewässer einsetzt.“

Neue Heimat: Zusammen mit Heidi Sauer von der Aller-Ohre- Lachs-Gemeinschaft und Heinz Kropp, dem Vorsitzenden der Gifhorner Angelvereine, setzte Alexa von der Brelje (li.), Sprecherin der Sparkasse Gifhorn-Wolfsburg 10.000 Aale in die Ise.

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