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Weihnachtswunsch: Grundsätzlich barrierefrei gestaltete Gehwege

2. Dezember 2017
Achim Klaffehn an der Einmündung der Neuhäuser Str. (L 653) in die Hauptstraße in Danndorf. In der Mitte der Einmündung befindet sich eine Verkehrsinsel und gegenüber ein Gehweg ohne Bordabsenkung. Wenn man hier queren möchte, muss man gut zu Fuß sein um die Insel zu überwinden und auf den Gehweg zu gelangen. Fotos: Verkehrswacht/Klaffehn
Helmstedt. Im zurückliegenden Jahr hat der Ehrenvorsitzende der Kreisverkehrswacht, Achim Klaffehn, der auf einen Rollstuhl angewiesen ist, nach eigener Aussage häufig erkennen müssen, wo er durch die Verkehrsraumgestaltung behindert wurde. Das größte Problem sind die Straßenquerungs-Stellen mit, oder auch manchmal ohne, abgesenkten Bordstein.

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Grundsätzlich sollen sie auf 3 Zentimeter abgesenkt sein. Dieses Maß scheint den Straßenbauern doch Probleme zu machen. Es sind dann hin und wieder einige Zentimeter mehr. „Da kann man sich schon mal die Fußstützen des Rollstuhls abreißen“, erzählt Klaffehn. Ansonsten seien Gehwege teilweise zu schmal. 50 Zentimer seien auch für Fußgänger nicht ausreichend. „Kompliziert wird es wenn auf dem schmalen Gehweg auch noch Verkehrszeichen oder Ampelmasten eingepflanzt sind oder die Hecke des Anliegers über den Gehweg wächst“, beklagt Klaffehn.

„Von daher begrüßt die Kreisverkehrswacht eine Initiative, die in Gifhorn durch die CDU und die Grünen gestartet wurde. Dort wurde beantragt die Bordsteinabsenkung an Einmündungen auf Null abzusenken. Das soll ein Kompromiss zwischen den Empfehlungen des Behindertenbeirats und den Wüschen der Fahrradfahrer sein“. Eine solche Umsetzung würde auch in Helmstedt im Interesse der fahrradfreundlichen Stadt von Bedeutung sein, findet Klaffehn. Gleichzeitig solle man in Helmstedt auch die Trennung durch einen Bord zwischen Gehweg und Radweg zurückbauen.

Einmündung der Neuhäuser Str. (L 653) in die Hauptstraße in Danndorf.

Klaffehn: „Die vorgeschlagene Lösung würde auf jeden Fall nicht nur den Radfahrern und Rollstuhlfahrern sondern auch Benutzern eines Rollators, den Menschen mit Kinderwagen oder Kinderkarre, Trolli oder mit Tretroller entgegenkommen“. Um die Sehbehinderten ebenfalls am Komfort der fehlenden Stolperkante teilhaben zu lassen, könne vor der Fahrbahn ein Rillenstein verlegt werden. Wie Klaffehn meint, könne diese Entscheidung generell an allen Einmündungen vorgesehen werden – auch ohne Radverkehr auf dem Gehweg. Die Kreisverkehrswacht Helmstedt, hoffe dass sich auch im Landkreis Helmstedt Kommunen finden die auf den Vorschlag eingehen.

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