Virtueller Heiratsschwindler: 59-Jährige verlor aller Ersparnisse


Sogenanntes Love-Scamming. Symbolbild: Anke Donner
Sogenanntes Love-Scamming. Symbolbild: Anke Donner | Foto: Anke Donner

Meine. Ein virtueller Heiratsschwindler brachte in den vergangenen Monaten eine 59-jährige Frau aus dem Gifhorner Südkreis um ihre gesamten Ersparnisse. Die im Papenteich beheimatete Frau suchte nach Angaben der Polizei Ende September 2017 männlichen Kontakt in dem Datingportal F-Dating.


Dort wurde sie von einem angeblichen Italiener, der sich Fabio Angelo nannte, angeschrieben. Er gab vor, demnächst beruflich nach Alaska reisen zu müssen, um dort eine Öl-Pipeline zu legen. In vielen E-Mails, Telefonaten und Sprachnachrichten erlangte der Mann schließlich das Vertrauen der 59-jährigen. Er teilte glaubwürdig mit, eine Tochter zu haben und geschieden zu sein. Er wolle die Frau demnächst auch besuchen und später sogar zu ihr ziehen.

Unter verschiedenen Vorwänden und mit den abenteuerlichsten Geschichten brachte er die 59-jährige schließlich dazu, ihm in mehreren Etappen insgesamt rund 50.000 Euro auf verschiedene Auslandskonten zu überweisen. Der vermeintliche Italiener kündigte schließlich für Ende Januar seinen Besuch im Papenteich an, ruderte jedoch kurz vor dem Termin wieder zurück, da angeblich sein 90-jähriger Vater verstorben sei und er sich nun erst einmal um die Beerdigungsmodalitäten in Italien kümmern müsse.

Seit diesem Zeitpunkt, Ende Januar, riss der Kontakt plötzlich ab und konnte auch bis heute nicht wieder hergestellt werden.

Die Polizei geht von einem Fall des sogenannten Love-Scammings aus und ermittelt nun wegen Betruges gegen den angeblichen Italiener.


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