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„Verkaufter Engel“ – Theaterstück über Zwangsprostitution

14. November 2016
Symbolbild: Robert Braumann.
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Gifhorn. Zum Theaterstück „Verkaufter Engel“ lädt das Netzwerk gegen häusliche und sexuelle Gewalt im Landkreis Gifhorn ein. Es wird heute, den 14. November, um 19 Uhr im Rittersaal des Gifhorner Schlosses aufgeführt, teilt der Landkreis Gifhorn mit.

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„Ich hätte nie gedacht, dass mich meine eigene Tante verkaufen könnte. Dass sie ihren Wohlstand mit Geschäften mit Mädchen erwirtschaftet. Dass sie mit dem Leid anderer ihrem finanziellen Leiden entgegenwirkt“, sagt eine junge russische Frau. Sie ist in den Fängen der Zwangsprostitution gelandet, in den Fängen von Menschen, die Frauen zwingen, in Bordellen oder auf dem Straßenstrich anschaffen zugehe, so die Pressemitteilung des Landkreises. Der Eintritt ist frei – es werde um eine Spende zugunsten von SoDiStra gebeten, die aufsuchende sozialdiakonische Arbeit für Frauen, die in sogenannten Love-Mobilen an den Bundesstraßen des Landkreises in Prostitution arbeiten. Weitere Informationen sind erhältlich bei der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Christine Gehrmann unter 05371/82386 oder Email „gleichstellungsbeauftragte@gifhorn.de“.

Das Theaterstück
Im Theaterstück „Verkaufter Engel“ werde die Geschichte eines Vaters, der seine Tochter ebenfalls verloren hat, erzählt. Sie wurde von einem sogenannten Loverboy verführt und mit zynischen psychologischen Methoden in die Prostitution getrieben. Mädchen wie diese würden zunächst noch glauben, aus Liebe zu handeln. Doch schnell würden sie merken, dass sie nur noch eine Ware sind, mit denen der Loverboy sein Geld verdient. Doch wie kommt es zu diesen „Geschäften“? Was sind das für Männer, die Frauen so etwas antun? Und welche Rolle spielt die „Nachfrage“ der Freier dabei? Der Vater im Stück muss letztlich erkennen, dass er nicht nur ein Opfer ist, der seine Tochter verloren hat. Er ist auch Täter, war als Soldat selber „Kunde“ bei einer Zwangsprostituierten im Kosovo und bei einem Firmenausflug in einem Puff in Bremen.
Die Schicksale in „Verkaufter Engel“ beruhen auf wahren Begebenheiten. Ihre Geschichten seien anonymisiert in das Theaterstück eingeflossen, das in einer Wohnung spielt, in der Frauen versteigert werden. Die Existenz dieser Auktionen ist ebenfalls eine traurige Tatsache.

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