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Unfallzahlen im Landkreis Gifhorn sollen sinken

10. Mai 2017 von
Ein Unfallschwerpunkt bildet die Kreuzung L312/K56 bei Lagesbüttel. Hier soll eine Sichtschutzhecke für mehr Sicherheit sorgen. Foto: Julian Bergmeier
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Gifhorn. Unfälle geschehen überall im Landkreis Gifhorn, doch an einigen Stellen knallt es öfter als an anderen. In der vergangenen Woche nahm die Unfallkommission des Landkreises diese Schwerpunkte unter die Lupe und regte zahlreiche Änderungen an.

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Für insgesamt 20 Unfallschwerpunkte beschloss die Kommission, bestehend aus Polizei, Landkreis, Stadt Gifhorn, der Landesbehörde für Straßenbau, der Verkehrswacht und dem ADFC, Maßnahmen zur Senkung der Unfallhäufigkeit.

Einen der Unfallschwerpunkte im Landkreis bildet etwa die Kreuzung L321/K56 nahe Lagesbüttel. Freie Sicht zu allen Seiten sorgte hier oft für Unaufmerksamkeit. „Jetzt soll eine Hecke gepflanzt werden, welche Autofahrer zwingt, langsamer und aufmerksamer an den Kreuzungsbereich heranzufahren, da der kreuzende Verkehr nicht mehr einsehbar ist“, so  Winfried Enderle, Verkehrsexperte der Polizei Gifhorn. Weitere Maßnahmen beschloss die Kommission für die Kreuzung Bruno-Kuhn-Straße/Neubokeler Straße im Gifhorner Ortsteil Gamsen. Hier soll ebenfalls eine Bepflanzung zur Unfallsenkung beitragen.

Verkehrsschilder und Geschwindigkeitskontrollen sollen Unfallzahlen senken

In Meinersen am Ahnser Kreisel in Richtung Hannover soll ein  Tempo-70-Schild aufgestellt werden. Zudem soll eine Prüfung zeigen, ob der Straßenbelag noch ausreichenden Halt gewährleistet, da mehrere Autofahrer bei Nässe von der Straße abgekommen waren. Mehr Geschwindigkeitskontrollen will die Polizei in Osloß im Bereich der Kurve Höhe Kieswerk durchführen. Hier herrscht eigentlich eine Tempogrenze von 100 Kilometern pro Stunde, doch immer wieder kommt es hier zu Unfällen aufgrund überhöhter Geschwindigkeit. Eine weitere Geschwindigkeitsüberwachung beschloss die Kommission ebenfalls für die Unfallhäufungsstelle B4/K66 in Ausbüttel, Einmündung Isenbütteler Straße.

Eine Erneuerung der Fahrbahndecke wurde für den Bereich L284 bei Ummern beschlossen. Auch hier war es bei Nässe immer wieder zu Unfällen gekommen. Umgesetzt werden sollen diese und weitere Maßnahen „je nach Dringlichkeit und Durchführbarkeit“ so Enderle. So seien zwar Verkehrsschilder schnell aufgestellt, eine Hecke zu pflanzen oder einen Kreisverkehr zu installieren, brauche jedoch mehr Vorlauf. Ob die Maßnahmen, die jetzt beschlossen wurden, auch wirklich zu weniger Unfällen führen, beurteilt die Kommission bei ihrem jährlichen Treffen im kommenden Jahr.

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