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Tuberkulose in Gifhorn – 13 Fälle seit 2015

7. Juli 2017 von
Nicht jede TBC-Infektion wird als solche erkannt. Dennoch besteht in Gifhorn kein Grund zur Panik. Symbolfoto: Pixabay.
Gifhorn. Wie das Landesamt für Statistik kürzlich bekannt gab, ist in Niedersachsen ein ansteigender Trend bezüglich Tuberkulose-Neuerkrankungen in den letzten fünf Jahren zu erkennen. regionalHeute.de wollte daher wissen, ob dies auch in Gifhorn zu beobachten ist.

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In Gifhorn ist nach Angaben von Melitta Seifried vom Fachbereich 7 – Gesucndheit beim Landkreis Gifhorn kein ansteigender Trend zu erkennen. 2015 traten fünf Fälle von TBC auf, 2016 waren es sechs Erkrankungen. In diesem Jahr sind bislang zwei  Tuberkulose-Fälle bekannt. In Gifhorn gibt es somit keinen Anlass zur Panik. Besonders oft kommt die Krankheit übrigens in Hamburg, Bremen und Berlin vor.

Was ist Tuberkulose?

Tuberkulose ist eine hochansteckende Krankheit, die – sofern sie nicht behandelt wird – Zum Tode führen kann. Weltweit gehört sie zu den meisten Todesfällen bei Infektionskrankheiten und steht deshalb unter Meldepflicht. TBC – früher auch unter Schwindsucht, Weiße Pest und weißer Tod bekannt – wird durch Mykobakterien verursacht und befällt in den meisten Fällen die Lunge. Sie kann unter anderem über Mikrotröpfchen in der Luft, durch Nahrungsmittel, Blut und Körpersekrete und sexuell übertragen werden. Folgen sind beispielsweise Entzündungen in der Lunge, Müdigkeit, Schwäche, Appetitlosigkeit und Gewichtsabnahme, geschwollene Lymphknoten, leichtes Fieber, Nachtschweiß und ständiges Hüsteln. Bei einem schweren Verlauf kann es sogar zu einer Hirnhautentzündung, Halluzinationen, Bewusstseinsstörungen, Krampfanfällen und Koma kommen.

Nach einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) starben allein 2015 etwa 1,4 Millionen Menschen weltweit. Allerdings soll die Dunkelziffer recht hoch sein, da die Symptome recht unspezifisch sind. Registriert wurden in Niedersachsen in 2015 417 Tuberkulose-Neuerkrankungen, also 68 mehr als im Jahr zuvor, was einen Anstiegt von 19,5 Prozent ausmacht. Generell ist ein steigender Trend in den letzten fünf Jahren auszumachen.
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