Anzeige

Todesfalle Auto – Veterinäramt gibt Tipps für Hundehalter

11. Juli 2017 von
Lasst eure vierbeinigen Freunde niemals allein im Auto. Foto: Nick Wenkel
Anzeige
Region. So sehr wir im Sommer den Sonnenschein und die sommerlichen Temperaturen genießen, für Hunde kann die Hitze schnell zur Todesfalle werden – besonders im Auto. Immer wieder ist zu beobachten, dass Hunde im Sommer im Auto zurückgelassen werden. Das ist für das Verterinäramt Wolfsburg ein Grund, Hundebesitzer über die Folgen zu informieren.

Anzeige

In einer Pressemitteilung weist das Amt darauf hin, dass Hunde nur durch Hecheln, das heißt durch Erzeugung von Verdunstungskälte, ihre Wärme abgeben, da sie nur wenige Schweißdrüsen besitzen. Die Wasserverdunstung könne aber nur solange ausgeführt werden, wie die Temperatur und die Sättigung der Außenluft mit Wasserdampf nicht zu hoch sind. Schafft der Hund es nicht durch Hecheln allein, muss er sich zusätzlich durch Liegen auf kalten Flächen oder Anfeuchten des Felles, durch Belecken oder auch mit einem Wasserbad Kühlung verschaffen. Im Auto habe er hierzu aber keine Möglichkeit. Sonnenstrahlen, die durch die Wagenscheiben und durch das stark aufgeheizte Blech in das Auto eindringen, ohne dass die Wärme wieder entweichen kann, heizt das Wageninnere auf.

Offener Fensterspalt reicht nicht aus

Das Öffnen von Schiebedächern oder das Offenlassen eines Fensterspaltes reicht nicht aus, die Wärmentwicklung im Auto zu verhindern. Messungen hätten ergeben, dass bei einem drei Zentimeter geöffneten Seitenfenster (Thermometer lag auf der Rücksitzbank im Schatten) bei einer Außentemperatur von nur 23 Grad Celsius und Sonnenschein dramatische Situationen entstehen können. Nach zehn Minuten würden im Wageninneren bereits Temperaturen von 28 Grad Celsius herrschen, nach 20 Minuten wären es 30 Grad Celsius, nach 30 Minuten schon 32 Grad Celsius, nach 40 Minuten dann 36 Grad Celsius und nach 60 Minuten schließlich 40 Grad Celsius.

Steigt die Temperatur innerhalb des Autos über 28 Grad Celsius bis 30 Grad Celsius an, hat der Hund keine Möglichkeit mehr, alleine durch Hecheln seine Wärmeregulation zu steuern. Ab 40 Grad Celsius Innentemperatur im Auto besteht akute Lebensgefahr, warnt das Veterinäramt und rät allen Hundehalter: „Die Tiere bei Sonnenschein nie im Auto lassen, auch ansonsten ist davon abzuraten. Diese Empfehlung gilt auch für Katzen und andere Heimtiere.“

Medienpartner
Anzeigen
Kontakt zur Redaktion
Sie erreichen unsere Redaktion 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche per
E-Mail: gifhorn@regionalheute.de
und montags bis freitags von 9 Uhr bis 17.30 Uhr per
Telefon 05331 / 88 27-24
Anzeigen