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Talsperren: Alles im grünen Bereich

4. Januar 2018 von
Die Talsperren haben noch genug Platz. Foto: Archiv/Alec Pein
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Region. Andauernder Regen hat in den vergangenen Tagen für reichlich Wasser in der Region gesorgt. Die Pegel einzelner Flüsse sind teilweise auf die Meldestufe 2 angestiegen. Das aber lag nicht nur an der Abgabe-Menge der Talsperren - die hatten nämlich gar nicht so viel Wasser abgegeben.

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Derzeit sind die Talsperren der Harzwasserwerke zu durchschnittlich 85 Prozent gefüllt. Es ist also noch genug Luft nach oben, wie Frank Engelsmann von den Harzwasserwerken auf Nachfrage von regionalHeute.de versichert. 

Es hat zu keiner Zeit die Gefahr einer Überfüllung der Talsperren gegeben. Das wäre erst der Fall, wenn die Becken zu 100 Prozent gefüllt gewesen wären. Und damit rechne man auf keinen Fall. Es ist also alles im grünen Bereich, versichert Eggelsmann. Die Füllwerte der Talsperren haben sich in den vergangenen Tagen im normalen Betriebszustand befunden. In Spitzenzeiten habe man einen Zulauf zwischen 22 und 25 Kubikmeter pro Sekunde gehabt. Abgelassen habe man beispielsweise an der Innerste-Talsperre und an der Okertalsperre zwischen vier und fünf Kubikmeter pro Sekunde. 

Die Talsperren der Harzwasserwerke haben eine Speicherkapazität von 181 Millionen Kubikmeter.

Wenig bis gar keine Abgabeerhöhung

Da auch in den kommenden Tagen mit nicht mehr ganz so viel Niederschlag gerechnet werde, sei sich Eggelsmann sicher, dass auch keine größeren Zufluss- und Abgabemengen zu erwarten seien. Zudem werde es wieder kälter. Das bedeutet, dass der Schnee liegen bleibt und sich nicht in Tauwasser verwandelt. Selbst wenn man jetzt die Abflussmenge erhöhen würde, würde das die Pegelständen nur sehr gering verändern. „Das würde die Situation an den Flüssen kaum verschärfen“, so Eggelsmann und verweist auch auf die lange Fließzeit. Würde man an der Okertalsperre eine größere Menge Wasser ablassen, so wäre das am Pegel Schladen erst rund sechs Stunden später zu merken. 

Möglicherweise werde man die Abgabe an der Innerste-Talsperre am Freitag noch etwas erhöhen. Dann würden statt fünf Kubikmeter pro Sekunde zehn Kubikmeter pro Sekunde abfließen. Bei einer Fließzeit von etwa 24 Stunden bis zum Pegel Heinde bei Helmstedt wurde das einen Anstieg um etwa 20 Zentimeter bedeuten. Da aber hier der Wasserstand sinkt, würde das nicht sehr ins Gewicht fallen, so Eggelsmann.

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