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Susanne Schütz: „Es gibt übersichtlichere Bauten“

19. November 2017 von
"Als Neuling sitze ich natürlich in der letzten Reihe - da hab ich seit der Schulzeit immer schon gerne gesessen - optimaler Überblick mit netten Banknachbarn." Foto: Tom Figiel/FDP
Braunschweig. Am vergangenen Dienstag trat der neue Landtag zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Für viele Landtagsabgeordnete aus der Region war es ein besonderer Tag, sie durften zum ersten Mal als Mandatsträger im Plenarsaal Platz nehmen. Die SPD-Politikerin Susanne Schütz ist eine von den "Neulingen" und erzählte regionalHeute.de von ihren Erfahrungen.

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Das hatte Schütz zu berichten:

„Vor der konstituierenden Sitzung des Landtages gab es einen ökumenischen Gottesdienst, der sehr schön gestaltet war und eine gute Einstimmung auf die Bedeutung des Tages. Und die kleine Panne, dass der Landesbischof sich leicht verspätete, hatte so etwas typisches für das Agrarland Niedersachsen: Er stand im Stau ausgerechnet an der Agritechnika.

Der Verlauf der konstituierenden Sitzung barg wenig Überraschungen, vielleicht höchstens der doch in weiten Teilen harmonische Verlauf. Niemand beantragte schriftliche Wahl, es wurde geklatscht, statt auf den Tischen herumzutrommeln – davon hatte man mir aus dem alten Plenarsaal berichtet. Ich gehe mal stark davon aus, dass die Harmonie sich noch verflüchtigt, wenn es in Zukunft um Inhaltliches geht.

Die Wahl von Frau Andretta zur Landtagspräsidentin scheint mir eine sehr gute Wahl zu sein – und wahrlich nicht nur, weil es auch mal überfällig war, dass eine Frau dort vorne sitzt und den ganzen Landtag nach außen repräsentiert. Den ausgesprochen bescheidenen Anteil an Parlamentarierinnen hat sie selber dann ja auch umgehend ausgesprochen, ich teile ihre Auffassung, dass sich hier etwas tun muss.

„Optimaler Überblick mit netten Banknachbarn“

Susanne Schütz. Foto: FDP

Als Neuling sitze ich natürlich in der letzten Reihe – da hab ich seit der Schulzeit immer schon gerne gesessen – optimaler Überblick mit netten Banknachbarn.

Auch wenn es bei der konstituierenden Sitzung natürlich noch nicht um Inhaltliches ging, sind wir schon im Vorfeld der Sitzung auf einer Klausurtagung in die Erstellung unseres 100-Tage-Programmes mit Vorlagen und Anträgen aus allen Politikbereichen eingestiegen, besondere Schwerpunkte in den Bereichen Bildung, Digitalisierung und Haushalt.

Ansonsten ist man in den ersten Tagen auch damit beschäftigt, sich im Gebäude zu orientieren – es gibt übersichtlichere Bauten als den Landtag mit seinen Nebenflügeln und Anbauten. Fotografieren der Fluchtwegpläne kann ich dazu nur weiterempfehlen. Und man erkundet verschiedenste Stecken, in die Stadt hineinzufahren und wieder rauszufinden … die Messe und die ständig verstopfte A2 sind Herausforderungen, die weniger das politische Geschick als vielmehr die reine Überlebensfähigkeit austesten sollen, glaube ich.“

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