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Matthias Müller sieht Volkswagen auf dem richtigen Weg

14. März 2017 von
Hans-Gerd Bode, Leiter Konzernkommunikation, Rupert Stadler, Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG, Prof. Dr. Jochem Heizmann, Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG für den Geschäftsbereich 'China', Dr. Karlheinz Blessing, Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG, Geschäftsbereich 'Personal und Organisation', Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender Volkswagen AG, Frank Witter, Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG, Geschäftsbereich Finanzen und Controlling, Dr. Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender der Marke Volkswagen, Hiltrud Werner, Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG, Geschäftsbereich Integrität und Recht, Andreas Renschler, Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG, Geschäftsbereich 'Nutzfahrzeuge'. Foto: Volkswagen
Wolfsburg. Am heutigen Dienstag Vormittag hielt der Volkswagenkonzern seine Jahrespresse- und Investorenkonferenz ab. Vorstandschef Matthias Müller sprach von einem anspruchsvollen, aber erfolgreichen Jahr 2016, das weiterhin durch Dieselgate bestimmt wurde.

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Andreas Renschler, Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG, Geschäftsbereich ‚Nutzfahrzeuge‘, Rupert Stadler, Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG, Dr. Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender der Marke Volkswagen, Frank Witter, Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG, Geschäftsbereich Finanzen und Controlling, Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender Volkswagen AG, Hiltrud Werner, Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG, Geschäftsbereich Integrität und Recht, Dr. Karlheinz Blessing, Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG, Geschäftsbereich ‚Personal und Organisation‘, Dr. Francisco Javier Garcia Sanz, Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG, Geschäftsbereich Beschaffung, und Prof. Dr. Jochem Heizmann, Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG für den Geschäftsbereich ‚China‘.

„Das vergangene Jahr war ein anspruchsvolles, aber dennoch ein bemerkenswert erfolgreiches Jahr für uns. Wir haben 2016 die Weichen gestellt für die größte Transformation in der Geschichte dieses Unternehmens – und dabei operativ besser abgeschnitten als viele uns das zugetraut hätten. Volkswagen ist wieder auf dem richtigen Weg“, sagte Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Aktiengesellschaft, in Wolfsburg bei der Vorstellung des Jahresabschlusses 2016. Frank Witter, Konzernvorstand für Finanzen und Controlling, betonte: „Das Ergebnis verdeutlicht, dass der Konzern finanziell gerüstet ist, die Folgen der Dieselkrise zu tragen. Im Jahr 2016 haben alle Marken mit einem positiven Operativen Ergebnis zum Erfolg des Volkswagen Konzern beigetragen.“

Konzernchef Müller bekräftigte den Anspruch des Konzerns, die Auto-Mobilität der Zukunft maßgeblich mitzugestalten. „Volkswagen wird auch im Jahr 2025 einer der erfolgreichsten Autohersteller weltweit sein. Aber wir werden dann auch einer der weltweit führenden Anbieter nachhaltiger Mobilität sein und Standards bei neuen Mobilitätsdiensten setzen. Mindestens so wichtig ist uns: Wir werden ein Vorbild bei Umwelt, Sicherheit und Integrität sein“, so Müller.

Nachhaltige Mobilität als Konzernziel

Um sein langfristiges Ziel zu erreichen, einer der weltweit führenden Anbieter nachhaltiger Mobilität zu werden, hatte der Konzern im Juni 2016 sein Zukunftsprogramm „TOGETHER – Strategie 2025″ vorgestellt. Bei allen vier zentralen Handlungsfeldern der Strategie gebe es bereits sichtbare Fortschritte, so Müller: „Die Transformation des automobilen Kerngeschäfts läuft planmäßig, das neue Geschäftsfeld Mobilitätslösungen nimmt Gestalt an, unsere traditionell hohe Innovationskraft hat noch einmal einen ordentlichen Schub bekommen und finanziell haben wir den Prozess der Neuausrichtung voll im Griff.“

In den vergangenen Monaten wurde eine Vielzahl von Projekten gestartet, um die neue Strategie mit Leben zu füllen. Ein Meilenstein zur Transformation des Kerngeschäfts war etwa die Implementierung der Baureihenorganisation in allen großen Pkw-Marken des Konzerns.

Zudem wurden zahlreiche zukunftsweisende Partnerschaften auf den Weg gebracht. So treibt der Konzern den Einstieg in das Economy-Segment mit starken regionalen Partnern voran: Mit Tata Motors in Indien sowie FAW und JAC in China wurden entsprechende Absichtserklärungen unterzeichnet. Im Nutzfahrzeugbereich öffnet die strategische Allianz mit Navistar Volkswagen Truck&Bus die Tür zum wichtigen US-Markt.

Technologieführer bei Batterien als Ziel

Auch der Aufbau neuer Kompetenzen läuft auf Hochtouren. So hat Volkswagen einen Stufenplan zur Erlangung der Technologieführerschaft bei Batterien verabschiedet. Dieser sieht die Etablierung eines „Center of Excellence“ noch in diesem Jahr und die Aufnahme einer Pilotfertigung im Jahr 2020 vor. Zudem laufen Gespräche über den Aufbau von Partnerschaften zum Thema Batteriezellen, deren Abschluss noch für das laufende Jahr angestrebt wird.

Beim Thema Autonomes Fahren stellt die Gründung einer bei Audi angesiedelten „Autonomous Intelligent Driving GmbH“ einen Meilenstein für den Konzern dar. Erst vor wenigen Tagen war mit „Sedric“ das erste konzerneigene Self-Driving-Car vorgestellt worden. Bereits im Herbst 2016 hatte die Marke Volkswagen mit dem I.D. ein sichtbares Zeichen für den technologischen Führungsanspruch des Konzerns in Sachen Elektromobilität und digitale Vernetzung gesetzt. Dieser manifestiert sich nicht zuletzt in mittlerweile 37 Kompetenzzentren und Digital Labs weltweit, die sich mit der Automobilität von morgen befassen. Der Aufbau des Geschäfts mit Mobilitätslösungen zu einer neuen, starken Säule des Konzerns läuft planmäßig – vor allem mit der im Dezember gegründeten neuen Gesellschaft MOIA und durch die strategische Partnerschaft mit „Gett“.

Mehr SUV-Modelle geplant

Im laufenden Jahr wird der Konzern die Schlagzahl bei der Umsetzung seiner Strategie 2025 weiter erhöhen: So wird die begonnene SUV-Offensive mit insgesamt sieben neuen Modellen fortgesetzt. Die geplanten Economy-Partnerschaften sollen ihre operative Arbeit aufnehmen; erste Modelle sind für 2018 bzw. 2019 vorgesehen. Bei den Mobilitätslösungen fokussiert sich der Konzern 2017 insbesondere auf den sukzessiven Aus- und Aufbau eines Portfolios von „Mobility-on-demand“-Angeboten bei MOIA.

Beschleunigt wird zudem die Transformation des Fahrzeug- und Antriebsportfolios – mit dem sukzessiven Ausbau der E-Mobilität als einem Kernelement. So plant der Konzern in den Jahren 2017/18 mehr als zehn elektrifizierte Modelle und über 30 neue, rein batterieelektrische Fahrzeuge bis zum Jahr 2025. Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen an effizienteren Verbrennungsmotoren, die noch lange eine tragende Rolle spielen werden. Dafür stehen auch mehr als 60 neue Fahrzeugmodelle, die der Konzern dieses Jahr bringen wird.

„Die kommenden Jahre werden ganz im Zeichen des tiefgreifenden Wandels stehen, den wir mit ‚TOGETHER‘ eingeleitet haben. Volkswagen wird schneller, fokussierter und kundennäher. So können wir die Stärken und Synergiepotenziale unseres Mehrmarkenkonzerns sehr viel gezielter nutzen als in der Vergangenheit. Wir werden neue, faszinierende Mobilitätslösungen entwickeln. Wir werden neue Fahrzeuge auf den Markt bringen, die bei den großen Zukunftsthemen Maßstäbe setzen. Wir werden neue Geschäftsmodelle etablieren, neue Märkte erschließen und uns Schritt für Schritt eine Spitzenposition in der automobilen Welt von morgen erarbeiten“, so Müller. Zugleich bekräftigte er die mit „TOGETHER – Strategie 2025″ verbundenen Finanzziele. Die Operative Umsatzrendite soll auf sieben bis acht Prozent und die Kapitalrendite im Automobilbereich auf mehr als 15 Prozent gesteigert werden. „Wir haben uns anspruchsvolle, aber realistische Ziele gesetzt. Ziele, denen sich der gesamte Konzern verpflichtet fühlt. Wir werden liefern!“, versprach Müller.

Kennzahlen 2016: Bestleistungen trotz Gegenwinds

Im Jahr 2016 hat der Volkswagen Konzern eine neue Rekordmarke bei den Auslieferungen erreicht – trotz aller Herausforderungen der Dieselthematik. „Mit 10,3 Millionen an Kunden ausgelieferten Fahrzeugen konnten wir im Jahr 2016 unsere Prognose übertreffen“, sagte Konzern-Finanzvorstand Frank Witter. Darin enthalten sind auch die chinesischen Joint Ventures. 2016 wurden in China (inkl. Hongkong) 4,0 Millionen Einheiten verkauft, das waren 12,2 Prozent mehr als im Vorjahr.

Auch die Umsatzerlöse des Konzerns legten zu. „Sie übertrafen mit 217,3 Milliarden Euro unsere im Jahresverlauf angepassten Erwartungen um rund vier Milliarden Euro“, so Witter. Insbesondere Produktkostenoptimierungen und Mixverbesserungen seien der Grund, dass auch das Operative Ergebnis vor Sondereinflüssen mit 14,6 Mrd. Euro den Vorjahreswert deutlich übertraf. „Infolgedessen verbesserten wir auch die operative Rendite vor Sondereinflüssen auf 6,7 Prozent“, sagte der Finanzvorstand weiter.

7,5 Milliarden Euro Sondereinflüsse

Im Geschäftsjahr 2016 belasteten Sondereinflüsse in der Höhe von 7,5 Mrd. Euro das Operative Ergebnis, nach 16,9 Mrd. Euro im Vorjahr. Im Zusammenhang mit der Dieselthematik beliefen sich im Jahr 2016 die Sondereinflüsse – im Wesentlichen bedingt durch Aufwendungen für Rechtsrisiken – auf 6,4 Mrd. Euro. Im Vorjahr hatte die Dieselkrise noch Belastungen in Höhe von 16,2 Mrd. Euro verursacht. Witter: „Mit den in Nordamerika erzielten Vereinbarungen ist uns insgesamt ein großer Schritt zur Bewältigung der Dieselthematik gelungen.“

Im Umsatz und im Operativen Ergebnis des Konzerns ist das Geschäft der chinesischen Joint Ventures nicht enthalten. Da die chinesischen Joint Ventures At Equity bilanziert werden, finden sich ihre Zahlen ausschließlich im Finanzergebnis des Konzerns wieder. Die chinesischen Joint Ventures erzielten im Geschäftsjahr 2016 zusammen ein anteiliges Operatives Ergebnis von knapp 5 Mrd. Euro, nach 5,2 Mrd. Euro im Vorjahr.

Wechselkurse wirkten sich negativ aus

Das Finanzergebnis 2016 fiel gegenüber dem Vorjahr mit 0,2 Mrd. Euro um 2,6 Mrd. Euro geringer aus. Hauptgrund ist, dass 2015 der Ertrag aus dem Verkauf der Suzuki-Anteile einen deutlich positiven Effekt erzielt hatte. Der Rückgang resultierte zudem aus den geringeren At-Equity-Ergebnissen der chinesischen Gemeinschaftsunternehmen, die auch negativ durch Wechselkurseffekte beeinflusst wurden. Das Ergebnis vor Steuern (7,3 Mrd. Euro) und das Ergebnis nach Steuern (5,4 Mrd. Euro) des Volkswagen Konzerns waren 2016 wieder positiv.

Trotz Sondereinflüsse war das Operative Ergebnis des Konzerns 2016 mit 7,1 Mrd. Euro ebenfalls wieder positiv. Die operative Rendite erhöhte sich von – 1,9 auf 3,3 Prozent.

Dividende bei 2 Euro pro Stammaktie

Für die Aktionäre der Volkswagen AG wurde ein Ergebnisanteil von 5,1 Mrd. Euro erwirtschaftet (- 1,6 Mrd. Euro). Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Dividende je Stammaktie von 2,00 Euro und je Vorzugsaktie von 2,06 Euro vorschlagen. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 19,7 Prozent.

Die Sachinvestitionen im Konzernbereich Automobile lagen mit 12,8 (12,7) Mrd. Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Die Sachinvestitionsquote lag unverändert bei 6,9 Prozent. Investitionen flossen vor allem in die Fertigungsstandorte sowie in neue Modelle. Investitionsschwerpunkte bildeten zudem die ökologische Ausrichtung der Modellpalette, die zunehmende Elektrifizierung und die modularen Baukästen.

Wie prognostiziert, lag der Netto-Cash-flow des Automobilbereichs unter anderem infolge der Belastungen aus der Dieselthematik deutlich unter Vorjahr. Die Netto-Liquidität des Konzernbereichs Automobile lag am Ende des Berichtsjahres mit 27,2 Mrd. Euro unverändert auf einem robusten Niveau. Das bessere Operative Ergebnis führte im Konzernbereich Automobile zu einem deutlichen Anstieg der Kapitalrendite auf 8,2 Prozent.

Marken und Geschäftsfelder

Die Umsatzerlöse der Marke Volkswagen Pkw gingen im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 Prozent auf 105,7 Mrd. Euro zurück. Das Operative Ergebnis vor Sondereinflüssen sank auf 1,9 (2,1) Mrd. Euro. Der Rückgang ist wesentlich auf Volumen-, Mix- und Wechselkurseffekte sowie höhere Vermarktungskosten infolge der Dieselthematik zurückzuführen. Dagegen wirkten bereits Kosteneinsparungen aus dem Effizienzprogramm positiv. Auch die operative Rendite vor Sondereinflüssen ging leicht von 2,0 Prozent auf 1,8 Prozent zurück.

Mit 59,3 Mrd. Euro übertrafen die Umsatzerlöse der Marke Audi den Vorjahreswert um 0,9 Mrd. Euro. Das Operative Ergebnis vor Sondereinflüssen lag bei 4,8 (5,1) Mrd. Euro. Dabei wirkten sich Kostenoptimierungen positiv aus, das im Geschäftsjahr 2016 gestartete Programm „SPEED UP!“ zeigte erste Wirkungen. Die Marke erzielte eine operative Rendite vor Sondereinflüssen von 8,2 (8,8) Prozent. Die Dieselthematik führte zu Sondereinflüssen von – 1,8 Mrd. Euro. In den Audi-Finanzkennzahlen sind auch die Marken Lamborghini und Ducati enthalten.

Skoda und Porsche besonders profitabel

Im Geschäftsjahr 2016 erhöhten sich die Umsatzerlöse der Marke ŠKODA um 9,8 Prozent auf 13,7 Mrd. Euro. Positive Volumen- und Mixeffekte sowie Optimierungen bei den Produktkosten führten zu einem Anstieg des Operativen Ergebnisses um 30,9 Prozent auf 1,2 Mrd. Euro. Die operative Rendite stieg von 7,3 Prozent im Vorjahr auf 8,7 Prozent.

Bei Umsatzerlösen und Operativem Ergebnis erreichte SEAT im Jahr 2016 Rekordwerte: Die Umsatzerlöse übertrafen mit 8,9 Mrd. Euro den Wert des Vorjahres um 3,8 Prozent.

Mit einem Operativen Ergebnis in Höhe von 153 (-10,0) Mio. Euro kehrte SEAT 2016 in die Gewinnzone zurück. Kostenreduzierungen sowie Mixverbesserungen, die insbesondere aus dem Erfolg des neuen Ateca resultieren, konnten negative Wechselkurseffekte mehr als kompensieren. Die operative Rendite der Marke SEAT betrug 1,7 (- 0,1) Prozent.

Bentley erwirtschaftete 2016 Umsatzerlöse in Höhe von 2,0 Mrd. Euro und übertraf damit den Vergleichswert des Vorjahres um 4,9 Prozent. Trotz veränderter Marktbedingungen und Anlaufkosten für den Bentayga erreichte das Operative Ergebnis aufgrund positiver Effekte aus Wechselkursen und Kostensenkungsmaßnahmen mit 112 (110) Mio. Euro die Größenordnung des Vorjahres. Die operative Rendite sank leicht auf 5,5 (5,7) Prozent.

Im Geschäftsjahr 2016 verzeichnete Porsche erneut Bestwerte. Die Umsatzerlöse übertrafen mit 22,3 (21,5) Mrd. Euro den Vorjahreswert um 3,6 Prozent. Das Operative Ergebnis stieg um 13,9 Prozent auf 3,9 Mrd. Euro, was auf Volumen-, Mix- und Währungseffekte sowie deutlich unterproportionale Kostensteigerungen – trotz Aufwendungen für Elektrifizierung, Digitalisierung und neue Geschäftsfelder – zurückzuführen war. Die operative Rendite verbesserte sich auf 17,4 (15,8) Prozent.

Auch Nutzfahrzeuge im Aufwind

Die Umsatzerlöse von Volkswagen Nutzfahrzeuge übertrafen im Jahr 2016 mit 11,1 (10,3) Mrd. Euro den Vorjahreswert. Das Operative Ergebnis verbesserte sich um 19 Prozent auf 455 Mio. Euro; Volumen- und Mixeffekte sowie Produktkostenoptimierungen wirkten positiv. Die operative Rendite stieg von 3,7 Prozent im Vorjahr auf 4,1 Prozent.

Die Umsatzerlöse der Marke Scania übertrafen mit 11,3 (10,5) Mrd. Euro den Vorjahreswert um 0,8 Mrd. Euro. Das Operative Ergebnis vor Sondereinflüssen stieg 2016 auf 1,1 (1,0) Mrd. Euro. Belastungen aus Wechselkursen konnten durch den höheren Fahrzeugabsatz und eine Steigerung des Servicegeschäfts mehr als ausgeglichen werden. Die operative Rendite vor Sondereinflüssen lag im Berichtsjahr bei 9,5 (9,8) Prozent. Aus Rechtsrisiken für das Lkw-Kartellverfahren der EU-Kommission resultierten Sondereinflüsse in Höhe von – 0,4 Mrd. Euro.

Im Geschäftsjahr 2016 lagen die Umsatzerlöse von MAN Nutzfahrzeuge mit 10,0 Mrd. Euro um 0,5 Prozent über Vorjahr. Das Operative Ergebnis vor Sondereinflüssen stieg auf 230 (- 4) Mio. Euro; die operative Rendite vor Sondereinflüssen betrug 2,3 (0,0) Prozent. Restrukturierungen in Südamerika führten zu Sondereinflüssen in Höhe von – 0,1 Mrd. Euro, im Vorjahr fielen dafür in Europa – 0,2 Mrd. Euro an.

Finanzdienstleistung mit Rekordergebnis

Im Segment Power Engineering beliefen sich die Umsatzerlöse auf 3,6 (3,8) Mrd. Euro. Das Operative Ergebnis vor Sondereinflüssen ging volumen- und margenbedingt auf 194 (283) Mio. Euro zurück, die operative Rendite vor Sondereinflüssen betrug 5,4 (7,5) Prozent. Restrukturierungen führten zu Sondereinflüssen in Höhe von – 0,2 Mrd. Euro.

Volkswagen Finanzdienstleistungen erzielte im Geschäftsjahr 2016 mit Umsatzerlösen in Höhe von 27,6 Mrd. Euro ein Rekordergebnis und 6,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Operative Ergebnis übertraf mit 2,1 Mrd. Euro den Vorjahreswert um 9,6 Prozent. Damit trug dieser Geschäftsbereich – wie bereits in den Vorjahren – wesentlich zum Ergebnis des Konzerns bei.

Ausblick 2017

Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern, dass die Auslieferungen bei anhaltend herausfordernden Marktbedingungen das Vorjahresvolumen moderat übertreffen werden. Herausforderungen ergeben sich insbesondere aus der konjunkturellen Entwicklung, dem wettbewerbsintensiven Marktumfeld, volatilen Wechselkursverläufen sowie der Dieselthematik. Wir gehen davon aus, dass die Umsatzerlöse des Volkswagen Konzerns im Jahr 2017 um bis zu 4 Prozent über dem Vorjahreswert liegen werden. Für das Operative Ergebnis des Konzerns rechnen wir mit einer operativen Rendite zwischen 6,0 und 7,0 Prozent.

Matthias Müller zog in seiner Rede zu Beginn ein sehr passendes Fazit: „VW muss sich wandeln. Nicht weil alles schlecht war, sondern weil der Automobilindustrie in den nächsten zehn Jahren der größte Wandeln bevorsteht seit gut 100 Jahren. 2016 war nicht das Schreckensjahr, das viele erwartet hatten, sondern wir haben viel geleistet. Ich sehe VW auf dem richtigen Weg, aber es ist noch viel zu tun“.

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