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Löhmannsröben verlässt Kirchenkreis Wolfsburg-Wittingen

13. April 2017
Prof. Dr. Hanna Löhmannsröben wird am 7. Mai in einem Gottesdienst aus ihrem Amt entlassen. Foto: Peter Churchman/ Christoph Böttcher
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Region. Die Superintendentin des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Wolfsburg-Wittingen, Prof. Dr. Hanna Löhmannsröben, verlässt den Kirchenkreis. Dies teilte der Pressesprecher vom Sprengel Lüneburg der Landeskirche Hannover mit.

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Landessuperintendent Dieter Rathing wird Löhmannsröben am Sonntag, 7. Mai, um 15 Uhr im Rahmen eines öffentlichen Gottesdienstes in der Wolfsburger Christuskirche aus ihrem Dienst verabschieden. Die neun gewählten Mitglieder des Kirchenkreisvorstands hätten der Superintendentin das Vertrauen entzogen, heißt es in der Pressemitteilung. Nachdem Versuche, zu einem Ausgleich zu kommen, erfolglos gewesen seien, sähen die KKV-Mitglieder die Zusammenarbeit als zerrüttet an.

Die kirchlichen Gesetze räumen eine solche Möglichkeit ein und sehen in diesem Fall ein langwieriges Klärungsverfahren vor. „Die Arbeit, die ich gemeinsam mit vielen anderen gerne und mit Herzblut gemacht habe, soll nicht durch ein quälendes Verfahren beschädigt werden“, sagt Löhmannsröben. Im Hintergrund stünden trotz verbindlicher Vereinbarungen im Jahr 2013 fusionierten Kirchenkreis unterschiedliche Ansichten über die Schwerpunkte der Arbeit.

Löhmannsröben bedauert das Ende der Zusammenarbeit

„Mit großem Respekt und tiefer Dankbarkeit nehme ich wahr, wie viele Menschen ehrenamtlich, neben- oder hauptberuflich in unserem Kirchenkreis engagiert sind. Ich bedaure das Ende dieser vertrauensvollen Zusammenarbeit sehr. Gemeinsam mit vielen stehe ich ein für eine Kirche, die sich der Welt öffnet, so wie sie ist –  in Kirchengemeinden, Regionen, auf Kirchenkreisebene und in der engagierten Zusammenarbeit mit vielen Partnerinnen und Partnern. Jesus Christus zu vertrauen heißt, sich allen zuzuwenden und Menschen Räume zu öffnen“, so Löhmannsröben.

Landessuperintendent Dieter Rathing, Lüneburg, bedauert, dass keine Verständigung zwischen dem Kirchenkreisvorstand und der Superintendentin erzielt werden konnte. „In großem Respekt habe ich den Einsatz von Prof. Dr. Löhmannsröben für ihren Kirchenkreis wahrgenommen. Mit einer hohen Präsenz in den Gemeinden und mit ihrem Engagement für Seelsorge und Beratung, für Bildung und Diakonie hat sie in unserer Kirche beachtenswerte Maßstäbe gesetzt.“ Dennoch müsse die Handlungsfähigkeit eines Kirchenkreises gesichert sein, und dafür sei eine vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Leitenden die wesentliche Voraussetzung, so der Regionalbischof.

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