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Krankenkasse verschleppen Entscheidung über Anträge

15. Dezember 2017
Symbolbild: pixabay
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Gifhorn. Drei Wochen haben Krankenkassen Zeit, um über die Anträge auf Gesundheitsleistungen ihrer Mitglieder zu entscheiden. Der Fall von Hermann K. aus der Beratung des Sozialverbands Deutschland (SoVD) in Gifhorn zeigt, dass es dabei aber noch immer Probleme gibt, obwohl das Bundessozialgericht jetzt erneut diese Frist in einem Urteil bestätigt hat.

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Hermann K. leidet an Multipler Sklerose und kann seit seinem letzten Schub kaum noch laufen. Deshalb hat sein Arzt ihm einem Rollstuhl verschrieben. Den hat das SoVD-Mitglied daraufhin bei seiner Krankenkasse beantragt. Allerdings hat er seit fast drei Wochen nichts mehr von seinem Sachbearbeiter gehört. Verunsichert wendet er sich an Christine Scholz, die das SoVD-Beratungszentrum in Gifhorn leitet. Denn: Krankenkassen haben drei Wochen Zeit, um auf einen Antrag zu reagieren. Wenn ein Gutachten nötig ist, verlängert sich die Frist auf fünf Wochen. „Sollte die Krankenkasse in diesem Zeitraum nicht reagieren oder mitteilen, warum sich eine Bearbeitung verzögert, gilt der Antrag automatisch als genehmigt“, erläutert Scholz. In dem Fall von Hermann K. würde das bedeuten, dass er den Rollstuhl in einem Sanitätshaus bestellen darf und die Krankenkasse die Kosten im Anschluss übernehmen muss.

„Wir können den Betroffenen, bei denen sich die Krankenkasse mehr Zeit lässt, als es die Frist erlaubt, nur raten, zu uns in die Beratung zu kommen“, so Scholz. „Wir können uns den Sachverhalt dann nochmal ganz genau anschauen und dem Betroffenen Tipps geben, wie er sich weiter verhalten soll.“

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