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Kerzen und Knaller: Brandgefahr zu Weihnachten und Silvester

24. Dezember 2017
Kerzen gehören zum Weihnachtsfest dazu. Man sollte aber im Umgang einige Sicherheitsmaßnahmen beherzigen. Symbolfoto: Max Förster
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Region. Den (Freiwilligen) Feuerwehren stehen zum Jahresende mitunter stressige Tage bevor: Zu Weihnachten und zum Jahreswechsel gibt es immer wieder herausfordernde Lösch- und Rettungseinsätze. Viele Brände und Unglücke könnten jedoch vermieden werden, wenn die Bürgerinnen und Bürger selbst mehr Vorsorge treffen würden.

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Brennende Adventsgestecke und Weihnachtsbäume, aber auch Unfälle mit Silvester-Feuerwerk während der Feiern zum Jahreswechsel sind leider alle Jahre wieder Grund für Einsätze. Wie sich die Gefahr minimieren lässt, erklärt die Freiwillige Feuerwehr Wolfenbüttel.

Weihnachten

• Stellen Sie Kerzen stets auf eine nicht brennbare Unterlage fern von allen brennbaren Gegenständen.

• Bewahren Sie Feuerzeuge und Zündhölzer stets außer Reichweite von Kindern auf.

• Brennen Sie Kerzen nie unbeaufsichtigt ab.

• Adventskränze und Weihnachtsbäume trocknen mit der Zeit aus und sind dann umso leichter entflammbar. Das trockene Reisig brennt mit hoher Geschwindigkeit und Temperatur ab, eine Ausbreitung auf das ganze Zimmer oder die Wohnung ist deshalb stets möglich. Halten Sie aus diesem Grund einen Eimer mit Wasser oder Feuerlöscher bereit.

• In Haushalten mit Kindern sind elektrische Kerzen ratsam. Diese sollten den VDE-Bestimmungen entsprechen.

• Stellen Sie Ihren Weihnachtsbaum so auf, dass er sicher und in ausreichender Entfernung zu brennbaren Gegenständen steht.

• Bringen Sie Kerzen am Weihnachtsbaum so an, dass zu darüberliegenden Zweigen genug Abstand bleibt, und zünden Sie die Kerzen stets von hinten nach vorn und von oben nach unten an. Verfahren Sie beim Löschen in umgekehrter Reihenfolge.

• Brennen Sie Wunderkerzen nie in unmittelbarer Nähe zum Weihnachtsbaum ab, und entfernen Sie glühende Reste sorgfältig.

• Auch bei der Zubereitung eines Festessens kann einmal etwas schief gehen. Bedenken Sie, dass brennendes Fett in Pfanne oder Friteuse nie mit Wasser gelöscht werden darf; spritzendes Fett ist höchst gefährlich. Legen Sie im Falle eines Falles den Deckel auf Topf oder Pfanne, und nehmen Sie das Behältnis von der Herdplatte. Ein fest sitzender Deckel erstickt das Feuer, die Flamme erlischt.

Silvester

Alkohol und Feuerwerk – zwei Dinge, die sich aus unserer Erfahrung nicht miteinander vertragen. Bitte behindern Sie nicht die ausrückenden Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei und bewerfen Sie die Fahrzeuge nicht mit Feuerwerkskörpern!

• Feuerwerkskörper und Raketen sind Sprengstoff. Lassen Sie Jugendliche unter 18 Jahren nur unter Aufsicht damit hantieren.

• Gebrauchsanweisungen aufmerksam lesen und beachten.

• Keine Feuerwerkskörper in Kinderhand

• Feuerwerkskörper nur im „Freien“ zünden und nicht in der Nähe von leicht brennbaren Gegenständen. 

• Nehmen Sie nach dem Anzünden einen ausreichenden Sicherheitsabstand ein. Werfen Sie Feuerwerkskörper und Raketen nicht blindlings weg – und zielen Sie niemals auf Menschen oder Tiere.

• Auf ausreichenden Sicherheitsabstand zu Menschen, Gebäuden, Bäumen oder Autos achten.

• Beim Verlassen der Wohnung sämtliche Fenster (auch das Dachfenster) und Türen schließen, damit verirrte Feuerwerkskörper nicht in die Räume fliegen.

• Raketen nur aus einer standsicheren Flasche oder Rohr senkrecht in die Höhe starten. Flaschen bitte unbedingt wieder von der Straße räumen, sie stellen eine Gefahr für die Autofahrer und insbesondere die Rettungskräfte dar.

• „Versager“ niemals ein zweites Mal anzünden, sondern mit Wasser übergießen.

• Für den Notfall ein geeignetes Löschmittel bereithalten (Feuerlöscher oder Eimer mit Wasser).

• Stellen Sie auf keinen Fall Feuerwerkskörper selbst her. Bewahren Sie Feuerwerkskörper so auf, dass keine Selbstentzündung möglich ist.

• Mülltonnen sollten am Silvestertag ab Nachmittag nach Möglichkeit unter Verschluss oder an einem sicheren Ort deponiert werden. Die Tonnen nicht zu dicht an Häusern, Garagen oder Carports abstellen, da sonst die Gefahr eines Feuerübersprungs groß ist.

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