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Heilmann: „Nein“ zu Erdölförderung in Trinkwasserschutzgebieten

30. Januar 2018
Der Landtagsabgeordnete Tobias Heilmann, SPD, fordert ein generelles Verbot für Erdölförderung in Trinkwasserschutzgebieten. Archivfoto: regionalHeute.de
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Gifhorn. In einer Pressemitteilung fordert der SPD-Landtagsabgeordnete Tobias Heilmann ein generelles Verbot für Erdölförderung in Trinkwasserschutzgebieten. Wir veröffentlichen diese an dieser Stelle ungekürzt und unkommentiert.

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Im Dezember hatten im Trinkwasserschutzgebiet Schönewörde bei Hankensbüttel Probebohrungen nach Erdöl der Firma DEA stattgefunden. Dem LBEG liegen seitens der DEA nun vier Anträge zur Genehmigung der Förderung von Erdöl im Trinkwaserschutzgebiet Schönewörde vor, wie der SPD-Abgeordnete Tobias Heilmann auf Anfrage beim Witschaftsministerium erfuhr. Bei den Anträgen geht es um den Bau der Förderanlagen und damit auch um die anschließende Förderung von Öl.

Heilmann hatte sich zuvor auch bei der Kreisverwaltung erkundigt, welche Genehmigungen erteilt worden sind. Die Verwaltung teilte mit, dass unter Auflagen die Sondierungsbohrungen genehmigt worden seien. Hier hätte man auch den Gewässerkundlichen Landesdienst beteiligt. Dieser hätte ebenfalls unter Auflagen zugestimmt. Allerdings hatte man bei den Probebohrungen in der Vorprüfung seitens der LBEG entschieden, dass eine Umweltverträglichkeitsprüfung nicht erforderlich sei.

„Schutz des Trinkwassers hat absoluten Vorrang“

„Nun gilt es, dass wir die Erteilung der Genehmigung zur Förderung von Erdöl verhindern“, fordert Heilmann. „Der Schutz des Trinkwassers hat für uns absoluten Vorrang vor wirtschaftliche Interessen.“ Das Land prüfe bereits ein generelles Verbot von Erdgas- und Erdölförderungen in Trinkwasserschutzgebieten. Die Prüfung eines Verbots soll noch in 2018 abgeschlossen werden. „Vorher sollten auch keine Anträge genehmigt werden“, fordert Heilmann. In Trinkwasserschutzgebieten stellt die Erdöl- und Gas-Förderung eine große
Gefährdung der Umwelt dar, wenngleich die Sicherheitsstandards mittlerweile sehr hoch sind. Boden- und Grundwasserverunreinigungen haben gerade in landwirtschaftlich genutzten Gebieten oder auch in Trinkwassergewinnungsgebieten immer direkten Einfluss auf den Menschen.

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