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Großer Elternandrang im Schulausschuss

20. April 2017 von
Zur Sitzung des Ausschusses für Schulen, Kindertagesstätten und Sport fanden sich auch protestierende Eltern ein. Foto: Christoph Böttcher
Gifhorn. In der Sitzung des Ausschusses für Schulen, Kindertagesstätten und Sport am 20. April, fanden sich im Gifhorner Rathaus neben den Ausschussmitgliedern auch zahlreiche Eltern ein. Grund war der Verwaltungsvorschlag die Gruppengrößen der Kitas von 23 auf 24 zu erhöhen.

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Aufgrund des großen Andrangs, begann die Sitzung mit einer Einwohnerfragestunde. In dieser wurde die Bitte geäußert, diese Erhöhung nur als letzten Ausweg zu wählen. Die Gesetzliche Vorgabe liegt bei 25 Kindern pro Kindergartengruppe. Da viele Eltern auf einen Platz warten, möchte sich die Verwaltung diesen gegenüber solidarisch verhalten und befristet für ein Jahr die Gruppengrößen erhöhen. Diese Pläne wurden bereits im Vorhinein mit der Landesschulbehörde besprochen sowie abgesegnet.

Die Proteste basieren maßgeblich darauf, dass ursprünglich geplant war, die Gruppengröße schrittweise weiter zu senken, bis zu einem Wert von 20. Durch Nachnutzungen könnten bis zu 27 weitere Plätze geschaffen werden, ohne die Gruppengrößen erhöhen zu müssen, so eine Sprecherin der Kindergärten. Der Verwaltung sind diese Überhänge bekannt, allerdings besteht die Gefahr, dass diese dennoch nicht ausreichen, da Eltern gesetzlich innerhalb von drei Monaten Anspruch auf einen Betreuungsplatz haben. Eine weitere Unsicherheit bei den Planungen für die Betreuungsmöglichkeiten liegt zudem bei Integrationsgruppen: Pro Kind, das integrativ betreut wird, fallen sieben Plätze in dieser Gruppe weg, aufgrund des erhöhten Betreuungsbedarfs.

Ausschuss einigt sich eindeutig

Bei der abschließenden Abstimmung wurden die einzelnen Punkte der Verwaltungsvorlage separat abgestimmt. Dabei zeigte sich ein einheitliches Bild: Die Kita Spatzennest soll um eine Krippen- und eine Kindergartengruppe erweitert werden. Die Kita Gifhörnchen soll entgegen ursprünglicher Planung mit zwei Gruppen weitergenutzt werden. Das Pfarrhaus der Martin-Luther-Gemeinde soll umgebaut werden, um drei Krippengruppen dort unterbringen zu können. Zudem soll bei Bedarf, als letzte Maßnahme, die Gruppengröße allgemein von 23 auf 24 Kinder für das Kitajahr 2017/2018 erhöht werden. All diese Punkte beschloss der Ausschuss einstimmig. Lediglich die Genehmigung der Investitionskosten von 669.000 Euro fand eine Gegenstimme, wurde aber dennoch angenommen.

Der Zusatzantrag der ULG/FDP-Fraktion zur Schaffung von Kita-Containern wurde mit einer Ja-, acht Nein-Stimmen und einer Enthaltung abgelehnt.

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