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Nach dem Aus der Ortswehr Zicherie: Wie geht es nun weiter?

16. April 2018 von
Zusammenarbeit heißt die Devise der Zukunft bei den kleinen Wehren. Symbolfoto: Kai Baltzer
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Zicherie. Wie bereits berichtet, steht die Ortsfeuerwehr Zicherie kurz davor, aufgelöst zu werden. regionalHeute.de fragte bei Ortsbrandmeister Wilfried Klopp nach, wie es dazu gekommen ist und wie es in Zukunft weiter gehen soll.

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„Die Mitgliederzahl der Ortswehr Zicherie ist konstant bei zirka 70 Mitgliedern. Das Problem ist hier, dass die gesetzlich vorgeschriebene Mindeststärke von 22 aktiven Kameraden von unserer Ortswehr nicht erreicht wird. Derzeit haben wir 15 aktive Feuerwehrkameraden“, erklärt Wilfried Klopp. Viele ehemalige Kameraden seien aus beruflichen Gründen verzogen, oder hätten kein Interesse mehr, aktiv am Dienst teilzunehmen. „Unser Ort hat zudem eh nur knapp 300 Einwohner. Jugendliche zwischen 18 und 25 gibt es fast gar nicht“, so der Ortsbrandmeister. Die ehemals starken Jahrgänge aus den Geburtsjahren 1950 bis 1960 seien oberhalb der Altersgrenze, oder gesundheitlich eingeschränkt.

Für die Kameraden ändert sich nicht viel

Die aktuellen Pläne sehen vor, statt einer Ortsfeuerwehr eine Löschgruppe in Zicherie vorzuhalten. Eine Löschgruppe besteht laut Klopp aus neun Kameraden: zwei mal Wassertrupp, zwei mal Schlauchtrupp, zwei mal Angriffstrupp, Melder, Maschinist und Gruppenführer. „Es ändert sich im Grunde gar nichts. Fahrzeug, Gerätschaft und sämtliches Equipment bleiben vor Ort, finanziert nach wie vor durch die Samtgemeinde“, verdeutlicht Wilfried Klopp. Die Löschgruppe Zicherie sei dann quasi eine „ausgelagerte“ Löschgruppe, die Schwerpunktfeuerwehr Brome unterstellt ist.

Auch für die Bewohner des Ortes ändere sich kaum etwas. Der neu gegründete Kameradschaftsverein der Freiwilligen Feuerwehr Zicherie von 1906 übernehme alle kulturellen Aktivitäten.

Auch andere Wehren betroffen?

„Ich persönlich halte die Umstrukturierung für sehr sinnvoll. Den aktiven Kameraden der Ortswehr Zicherie wird damit die Gelegenheit gegeben, Feuerwehrdienst wie gewohnt fortzuführen, ohne sich in einer gesetzlichen Grauzone zu bewegen“, betont der Ortsbrandmeister. Es gebe sicherlich viele andere Wehren, die ähnliche Probleme haben, dies aber noch nicht amtlich machten. „Ich sehe die Zukunft in einer stärkeren Zusammenarbeit der einzelnen Ortswehren miteinander. Allein schon aus Kostengründen. Es muss nicht jede Ortswehr alles haben, um es mal platt auszudrücken“, so Klopp weiter. „Hier in der Samtgemeinde Brome ist das schon zum Standard geworden. Die Zusammenarbeit in den vier aktuellen Löschzügen ist sehr gut.

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