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Erdölförderung im Trinkwasserschutzgebiet Schönewörde?

29. Dezember 2017
Imke Byl und die Grünen wollen Erdölbohrungen in Trinkwasserschutzgebieten verhindern. Symbolfoto: pixabay
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Hannover/Hankensbüttel. Wie Imke Byl, grüne Abgeordnete aus dem Landkreis Gifhorn mitteilt, gibt es Ungereimtheiten über eine mögliche Erdölförderung im Trinkwasserschutzgebiet Schönewörde. Der Kreistag wurde darüber informiert, der niedersächsischen Landesregierung ist aber nichts bekannt.

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Die Förderung von Erdöl und Erdgas in Trinkwasserschutzgebieten soll in Niedersachsen laut Koalitionsvertrag möglicherweise verboten werden. Darüber will die rot-schwarze Landesregierung im Laufe des Jahres 2018 beraten. Sind aktuell neue Bohrungen in Trinkwasserschutzgebieten geplant? Diese Frage hatte Imke Byl der Landesregierung im Rahmen einer Landtags-Anfrage gestellt. Die Antwort der Landesregierung war klar: Neben einer geplanten Bohrung im Landkreis Verden „sind dem LBEG (Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie) keine weiteren Planungen zur Erstellung von Erdöl- oder Erdgasbohrungen in Wasserschutzgebieten bekannt“.

Byl will weitere Anfrage stellen

Imke Byl. Foto: privat

Byl reagiert verwundert: „Das Unternehmen DEA bereitet in der Gemeinde Dedelstorf eine neue Erdöl-Bohrung auf dem Feld Hankensbüttel-Süd vor. Diese Bohrung liegt im Trinkwasserschutzgebiet Schönewörde, hier wird Trinkwasser für den Landkreis gewonnen. Der Kreistag wurde informiert und auf dem Förderplatz laufen bereits die Bauarbeiten an. Doch die Landesregierung weiß von nichts?“. Mit einer weiteren Anfrage will Byl der Sache auf den Grund gehen.

Moratorium soll her

Byl fordert ein Moratorium für die geplante Bohrung: „Trinkwasserschutzgebiete dienen – wie der Name schon sagt – dem Schutz der Trinkwasserversorgung. Das ist mit der risikobehafteten Förderung von Erdöl nicht vereinbar. Die SPD muss jetzt zu ihrem Wahlkampfversprechen stehen und Ölbohrungen in Wasserschutzgebieten ausschließen. Bis dahin müssen alle Planungen für Erdöl- und Erdgasförderungen angehalten werden.“

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