Bürgermeister Nerlich räumt mit Unklarheiten auf

von Sandra Zecchino


In der Ratssitzung korrigiert Bürgermeister Nerlich mit seiner Antwort auf eine Anfrage Fehlinformationen.
In der Ratssitzung korrigiert Bürgermeister Nerlich mit seiner Antwort auf eine Anfrage Fehlinformationen.

Gifhorn. Wie durch die Anfrage der AfD bei der letzten Ratssitzung am Montag, den 3. April, deutlich wurde, scheinen Fehlinformationen zum muslimisch-christlichen Kindergarten zu kursieren. Bürgermeister Matthias Nerlich klärte sie bei der Beantwortung auf.


Der Kindergarten ist eine Kooperation zwischen der katholischen Pfarrei St. Altfrid, der türkisch-islamischen Gemeinde zu Gifhorn und der Dachstiftung Diakonie. Er soll am 1. Oktober seine Türen öffnen. (regionlHeute.de berichtete)

Wie Hans-Peter Daub, Vorstand der Dachstiftung Diakonie, bei der Unterzeichnung des Kooperationsverfahren betonte, ginge es um ein Miteinander der Kulturen. Alle Projektpartner sind dementsprechend gleichberechtigt. Die Befürchtung der AfD, einer der Partner - in diesem Fall die türkisch-islamische Gemeinde - wäre die federführende Organisation, ist damit widerlegt. Zusätzlich erklärte Nerlich bei der Beantwortung, dass - wie für jede andere Kindertagesstätte - selbstverständlich auch hier die gesetzlichen Vorraussetzungen erfüllt werden müssen. Laut Gesetz bekommt eine Einrichtung die Erlaubnis, wenn unter anderem die gesellschaftliche Integration unterstützt wird.

Auch die Frage des AfD-Mandatsträgers Preuss nach der Ernährung der Kinder deute auf mangelnde Informationen. Er wollte wissen, wieso diese nach muslimischen Regeln erfolgen solle. Dieses entspräche jedoch nicht den Tatsachen. Nerlich betonte in der Ratssitzung noch einmal, was bereits bei den ersten Informationen zur muslimisch-christlichen Kindertagesstätte kommuniziert wurde. Die hauswirtschaftlichen Fachkräfte sollen es ermöglichen, dass auch spezielle Ernährungsformen aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Glaubensgemeinschaft oder auch gesundheitlicher Einschränkungen berücksichtigt werden. Dieses bedeute jedoch nicht, dass diese Ernährungsformen für alle Kinder gelten. Oder anders formuliert, wenn ein Kind gegen Milch allergisch sei, könnten die anderen Kinder trotzdem Milch trinken.

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