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Bezahlter Sex für Pflegebedürftige: Das denken die Grünen

11. Januar 2017 von
Sexualassistentinnen für Schwerkranke: Die Grünen in der Region haben noch keine abschließende Meinung. Foto: Archiv
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Wolfsburg/Gifhorn/Helmstedt. Die pflegepolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Elisabeth Scharfenberg, schlug vor, Pflegebedürftigen und Schwerkranken Sexualassistentinnen zu bezahlen. regionalHeute.de fragte bei den Grünen der Region nach.

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„Wir haben uns zu diesem Thema im Kreisverband Wolfsburg noch keine abschließende Meinung gebildet. Für uns gibt es derzeit wichtigere Themen, wie zum Beispiel der geplante PKW-Maut Unsinn“, erklärt Axel Bosse, Sprecher des Wolfsburger Ortsverbandes. „Vorbild für den Vorschlag von Elisabeth Scharfenberg sind die Niederlande: Dort gibt es bereits seit einigen Jahren die Möglichkeit, sich als Pflegebedürftiger die Dienste sogenannter Sexualassistentinnen – zertifizierter Prostituierter – bezahlen zu lassen. Per Attest müssen die Betroffenen dort nachweisen, dass sie sich nicht anders befriedigen können und selbst nicht für die Dienste bezahlen können. Sexualassistenz ist derzeit ein Trend in der deutschen Pflege. Immer mehr Prostituierte geben sich diese Zusatzbezeichnung und bieten etwa in Pflegeheimen ihre Dienste an. Da die Berufsbezeichnung nicht geschützt ist, existieren jedoch große Qualitätsunterschiede, was den Umgang etwa mit Demenzkranken angeht“.

Auch in Gifhorn stimmt man dieser Einschätzung zu. „Grundsätzlich sollten Sexualassistentinnen eine besondere Qualifikation haben. Es ist sicherlich nicht geplant Prostituierte aus dem Osten von der Straße zu holen und in die Pflegeheime zu schicken. Grundsätzlich ist das aber ein sehr schwieriges Thema, zu dem es keine kurze Antwort gibt“, erzählt Pesi Daver, stellvertretender Fraktionsvorsitzender in Meinersen.

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